Packen, Zipper, los!

So einfach kann das sein. Zwei zusätzliche Packtaschen an den Seiten der Bugkoje angebracht. Die Taschen selber sind per Zipper zu vergrößern. Sehr praktisch und da passt jeweils eine 4 Wochen Menge an Unterwäsche rein.

Die Taschen sind recht stabil und ich hab so einiges gesucht bis ich auf diese „XD Design, Packhilfe Packing Cube“ gestoßen bin. Eigentlich Koffer Organizer aber das Material ist richtig gut und stabil genug. Hinten Klettpads aufgenäht und jeweils zwei runde Klettpads an die Wand, so sind sie einfach abnehmbar.

Steuerbord Packtasche!
Backbord Packtasche!

Ich werde zwei weitere in der „Achterkammer“ anbringen. Das wären dann gesamt 40 Liter Volumen. Zusammen mit unseren beiden Soft-Koffern liegen wir dann bei gut 280 Litern Klamottenstauraum. Das Segelzeug geht natürlich extra. Reicht!

Die Taschen kosten 15,90 pro Stück

Beitragsbild unter Creative-Commons Lizenz von Martin Fisch.

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Aufblasbare Gangway!

An und von Bord kommen passiert auf Booten meist mit einer Gangway. Natürlich nicht eine Gangway am Fingersteg am See.

Sobald man aber irgendwo an einer Mole liegt und der Schwell entsprechend Berücksichtigung finden sollte, spätestens dann sind die Beine nicht mehr lange genug um trocken von oder an Bord zu gelangen. Eine Gangway wird nötig.

In geschützten Marinas ist das nicht so sehr der Fall aber viele der Möglichkeiten am Mittelmeer sind eben weit weniger geschützt als wir es von den meisten Häfen an Ost- und Nordsee gewohnt sind. Dalben sucht man am Mittelmeer auch vergeblich.

Und deshalb ist die Prämisse, rücklings mit respektvollem Abstand anlegen und irgendwas hinlegen um an Bord zu gelangen.

Erste Suche nach Gangway brachte meist monströse Teile die auf großen Pötten Anwendung finden. Aber auch kleinere Gangways die leicht und praktikabel sein sollten gingen dann preislich in Bereiche wo man sich fragt ob man jetzt verarscht wird? Ja man wird verarscht!

Lediglich die einfachen Holzgangways haben eine Preis der in einer Relation steht. Allerding meist nicht klappbar und so eben schwerer staubar. Mit dem Zweitnutzen als Fenderbrett sicherlich gut an der Reling, aber am Mittelmeer braucht es kein Fenderbrett und an der Ostsee keine Gangway.

Also Gangway aufblasen!

Ich dachte daran unser SUP zu verwenden. Stabil genug, lang genug! Leider viel zu lang und zu ungeschickt durch die Formgebung. Die Suche nach Yoga SUPs die eher rechteckig sind war nicht erfolgreich da diese Teile zu breit sind.

„Inflatable Gangway“ brachte den Erfolg. Und ich dachte ich hätte ne Marktlücke entdeckt! Mist aber auch.

Aber am Ende, nach so Matratzen für EUR 1.600,- wurde ich fündig.

Die aufblasbare Gangway in verschiedenen Längen. In 250 cm zu € 350,- ist das ok. Die Anfrage nach Aufbau (wie ein SUP oder???) ist gestellt und ebenso eine mögliche Lieferzeit ist angefragt.

Ok, heute mit der Firma telefoniert. Aufbau ist wie bei jedem ordentlichen SUP im Doppelstitch Verfahren. Sofort lieferbar, also bestellt. Bin gespannt.

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Unsere Odyssee Ostsee 2018

Unser Reisebericht Odyssee Ostsee 2018 ist nun etwas länger geworden oder auch etwas anders geworden als ursprünglich gedacht. Nehme Dir viel Zeit zu lesen! Viel Spaß!

Vorbereitungen Odyssee Ostsee 2018

Im Blog „Ostsee Rund 2018“ unter Tipps & Travel habe ich ja bereits über die Überlegungen zu unserem Törn geschrieben. Hier nun im Blog die Reise von der Vorbereitung bis zur Heimreise.

Ostsee 2018 stand zu Beginn noch auf sehr wackeligen Beinen. Unser Hund hatte vor einigen Tagen einen, was man bei Hunden landläufig „Schlaganfall“ nennt. Eine Blut-Unterversorgung des Gehirns bzw. des Gleichgewichtsbereichs, die sich im Falle unserer Fellnase auf den kompletten hinteren Bewegungsapparates auswirkte. Hundebesitzer können sich vorstellen, da ist einem nach allem anderen als nach einem Segeltörn, auch wenn der lange geplant war.
Frieda hat sich aber, auch zur Überraschung der Veterinäre, sehr schnell sehr gut erholt. Wahrscheinlich war es gut sofort ohne zu zögern zum Arzt zu fahren und gleich das volle Programm mit Infusionen, Antibiotika, Entzündungshemmer, Schmerzmittel und Röntgen durchzuziehen. Hund kann ja nix sagen aber unsere Doc hat es ziemlich schnell rausgefunden und die Behandlung hat perfekt eingeschlagen. Jetzt, 4 Tage später, geht es ihr wieder gut, ich meine annähernd wie zuvor. So können wir sie in der Obhut unserer Nanny lassen. Allerdings hab ich die diversen Möglichkeiten, sehr schnell von egal wo in Dänemark oder Schweden oder eben Norddeutschland nach Hause zukommen bereits ausbaldowert; und sollte es je noch Komplikationen geben sind wir im Handumdrehen im Flieger oder Zug.

Aber wir blicken nun mit Freude auf das was uns in den nächsten 3+ Wochen erwartet, auch wenn wir großes Heimweh nach unserem Mädel haben werden.

Die Abreise steht in drei Tagen bevor. Linguini steht vor der Türe und wartet auf die letzten Vorbereitungen und das Beladen. Stützlast aktuell gemessen 89 Kilo. Perfekt! Der Rest der Beladung und der Außenborder wird im vorderen Bereich gestaut, die 100 Kilo sollte ich auf den Punkt hinbekommen.

Abreise in 2 Tagen: Kein Törn ohne Kaffee

Es gibt ja ein paar elementare Dinge die müssen einfach passen. Dazu gehört ein guter Kaffee am Morgen. Bis dato hatten wir so eine Kapselmaschine. Der Kaffee war immer solala. Wir sind Espresso aus einer ordentlichen Siebträgermaschine gewohnt. Daraus einen Americano oder eine Latte oder eben ein Espresso pur. Das Kapselzeug, egal von wem, schmeckt um Welten schlechter und ist ne echte Abfallsauerei.
Die French Press (Siebstempelmaschine) übernimmt nun den Job und der Kaffee wurde vorneweg fein selektiert, der optimale Mahl Grad herausgefunden und entsprechende Mengen vorbereitet.

Odyssee Ostsee 2018 Kaffe und Tabak

Vakuumiert in Portionen für je eine Kanne. Ach ja, die kubanischen Tabakrollen wurden ebenfalls auf Vakuum gezogen. Ein Humidor hat an Bord keinen Platz. So gehen die leckeren Kubaner irgendwo zwischenrein, sind einzeln entnehmbar.

Küchenplan

Der Plan ist ja, ordentlich Fisch zu angeln, um selbigen  ein paar Mal auf dem Cobb Grill zu grillen. Daneben einen Origo One Spirituskocher nebst Omnia Backofen und den Cobb Wok den man eben auch auf dem Omnia verwenden kann.
Essen gehen werden wir sicher häufiger. Frühstück an Bord muss sein. Dafür wurde aktuell leckerste Marmelade eingekocht und auch andere Schmankerl fehlen nicht. Die 35 Liter Kühlbox ist groß genug und kann durchgängig in Betrieb bleiben.
Wo eine Küche da auch Abfall. Logo! Dafür gab’s einen Brunner Snapster Müllbeutelhalter den ich noch in die „Nasszelle“ montieren muss. Für irgendwelchen stinkigen Sachen gibts ein kleines Weithalsfass, das uns auch zur Aufnahme der gefüllten Klotüten dient  *mief*. Ja richtig, auf n Pott (nur Notfall) geht bei uns mit Eimer, einer stabileren Tüte und einem Biogranulat, das Flüssigkeit zu festem Gel wandelt. Das kleine Geschäft geht aber ganz klar in den Pütz! Die Tüten sind geruchsdicht aber irgendwie ein beruhigenderes Gefühl wenn sie in einem Weithalsfass hermetisch abgeschlossen sind bis die nächste Müll-Entsorgung möglich ist.
Morgen ganz früh, wenn die Temperaturen noch erträglich sind, wird alles was noch fehlt gebunkert und montiert.

Unsere Anfahrtsroute der Odyssee Ostsee 2018

Vornean steht erstmal die Route mit dem Gespann. Einmal längs durch die Republik auf einer voll langweiligen Strecke. Sind wir ja schon einmal gefahren die Strecke. Wenig Abwechslung und das Ganze mit 80 km/h. Mehr geht mit Linguini im Schlepptau nicht. 90 wäre bei unruhiger Straße bereits recht unangenehm, an 100 ist nicht zu denken, obgleich der Trailer mit Anti-Schlinger ausgestattet ist. Die A7 ist auf einem großen Teil der Strecke in einem miserablen Zustand. Mit 80 km/h hält sich der Verbrauch auch noch in Grenzen, wenn man bei 11-12Liter (Anzeige) = VW typisch 12-14Liter (real) überhaupt noch von Grenzen sprechen kann. Aber das ist ein anderer Blog.

Der Turmpeter

Wer kennt ihn noch nicht? Darf ich vorstellen „der Turmpeter“. Unser Freund aus Schleswig mit dem wir die Tour zusammen gestalten werden. Turmpeter kann man übrigens im Reisebericht Bente 24 – Schleswig Ahoi  sehen.Ob wir den gesamten Törn zusammen durchführen werden, werden wir noch sehen, aber schön wäre es, wenn man sich zumindest immer wieder mal in den Häfen rund um Dänemark oder gar Schweden trifft.

tofreden

Turmpeters Schiff ist eine Carina 20, ein Backdecker der immer wieder freundlich grüßt! „tofreden“ bedeutet übrigens „zufrieden“.

Da sieht man den Turmpeter im klassischen Outfit bei der Arbeit. Tofreden, davon konnten wir uns überzeugen, ist über alle Maßen gepimpt und eigentlich schon fast Langfahrt tauglich. Mit einem 115 128 130er Yardstick auch nicht soooo langsam *g*, also wenn Turmpeter seine Proseccovorräte mal von Bord lädt :-).

Der Turmpeter kann euch auch die vielen Stationen unserer Odyssee Ostsee 2018 bildlich beschreiben, falls ihr ihn einmal treffen solltet.

Noch ein Tag bis Abreise.  Die Nervosität steigt

Unsere Gedanken drehen sich nach wie vor um unseren Hund. Ich beobachte sie ständig. Muss eigentlich konzentriert lesen und verstehen aber irgendwie will das nicht klappen. Heute früh ist sie kurz getorkelt was mich wieder kurz in Panik versetzt hat. War aber nur verschlafen und sich zu mächtig geschüttelt, so rede ich es mir ein. Die eigentliche Krankheit, wen es interessiert, nennt sich Vestibularsyndrom. Es beruhigt, dass die Krankheit zwar sehr beunruhigende Auswirkungen hat und dem Hund in der akuten Phase vor allem psychisch zusetzt (Angst) bereitet, aber eigentlich nicht lebensbedrohlich ist, vorbeigeht aber eben eventuell wiederkommen kann. Anderes Thema.

Nur noch eine Nacht – Auf die Plätze, fertig …

Gestern Abend alles was Sinn macht ins Boot geladen. Klamotten gepackt und erstaunt gewesen das es gar nicht sooo viel ist. Heute steht noch das Update der Plotter Karte an und dann noch schnell den Proviant für die Fahrt einkaufen. Beim Fahren ist eine gute Versorgung wichtig.
Noch schnell das Deck mit dem Schlauch abspritzen, um die diversen Hinterlassenschaften der gefiederten Freunde zu entfernen und dann geht es morgen im aller Herrgotts Früh los.

Sidestory:

Wir wollen in Kappeln ja am jährlichen Treffen des Segeln-Forums.de teilnehmen. Ich hab eine Kiste mit allen möglichen Teilen für den Flohmarkt vorbereitet und freue mich einige der Menschen hinter den Avataren kennenzulernen.

Und unsere Odyssee Ostsee 2018 nimmt ihren Verlauf….


Die Abfahrt

0530, Leinen los! Wir fahren mit unserem Boot hinten angehängt los. Kommen gut durch. Die Strecke langweilig und so groove ich mich auf den Takt des Trailers ein. Und der Takt ist heftig. Die A7 macht ihrem Ruf alle Ehre. Trotz idealem Gewicht an der Deichsel bockt der kurze Radstand des Tiguans recht ordentlich. Wir sehnen uns nach französischen Autobahnen. Doch immer wieder ist auch ein gutes Stückchen Asphalt unter den Reifen und wir kommen mit 90 Km/h gut durch. Wir sind auf Höhe Hannover. Ab hier beginnt, was ich ab jetzt unser Nightmare on Earth nenne.

The Nightmare

Wir fahren auf den Rasthof Seesen Ost. Viel los hier. Passanten laufen von den Parkplätzen zum Restaurant, ganze Busladungen auf die man achten muss. Der LKW Parkplatz ist durch einen LKW versperrt. Ich orientiere mich nach den PKW+Anhänger Wegweisern und gebe Acht niemanden über den Haufen zu fahren.  Anja sagt mir, da ist 3,20 Höhe. Ich realisiere das überhaupt nicht, nach den Fußgängern schauend, fahren wir in ein höhenbegrenztes Areal ein.

Das sind zwei rot weiße Stahlplatten mit etwas Platz in der Mitte um die LKWs daran zu hindern in den Parkplatz für PKWs einzufahren. Ich hatte wohl genau die Mitte erwischt. Alles gut! So halten wir dann um kurz zu pinkeln. Auch hier habe ich nicht registriert, dass wir in einer höhenbegrenzten Zone sind. Beim Ausfahren dann dasselbe von hinten.

Die Platten sind nun nicht mehr rot/weiß sondern grau und ich fahre auch nicht mehr mittig durch.

Ein gewaltiger Schlag, ein Knall und mir drang es durch Mark und Bein. Angehalten, raus und ….. Mastbruch! Mit dem Mast gegen die Begrenzung. Mast bei 1.5 Meter hing nur noch an einem Zentimeter Alu, eine Saling und der Antennenhalter verbogen.

Wir stehen da und fallen uns in die Arme. Ergeben uns in eine absolute Ratlosigkeit. Alle Vorbereitungen, die Vorfreude mit einem dummen Moment dahin. Eigentlich hätte ich heulen können, wenn nicht die Wut auf mich selbst dominiert hätte. Das Gefühl war unbeschreiblich schmerzhaft. Klingt vielleicht doof, aber wie wenn man einen guten Freund verliert!

Was tun? Ich mache Fotos, sichere den Mast beziehungsweise die beiden Mastteile aneinander und wir kehren um. Was hätten wir sonst machen können? In meiner Panik versuche ich gleich einen Mastbauer zu erreichen, Texte mit den Seglern beim Kappelner Forumstreffen wo wir morgen Abend eigentlich mit Linguini einlaufen wollten. Vielleicht geht neuer Mast ja auch ganz schnell. Einen Mastbauer an der Ostsee? Ja die gibt es, aber die warten nicht auf uns. Das Profil ist nun auch nicht weit verbreitet und die Versicherung hat da ja auch ein Wort mitzureden. Wir fahren weiter.

Die Rückfahrt war von Schweigen geprägt. Mir lief ab und an eine Träne über die Wange. Die ganze Vorbereitung, die ganze Freude und diese, meine unwahrscheinliche Dummheit!
Nach insgesamt 14 Stunden Autofahrt kommen wir in Gunzenhausen an. Stellen Linguini bei JW Bootsservice ab, mit dem ich unterwegs telefoniert habe. Wir räumen ein paar Sachen aus dem Boot und ab nach Hause.

Zu Hause war ich erst einmal komplett entladen. Ich schlief trotzdem sehr schlecht. Am Morgen hatte ich dann den Mastbauer am Telefon der das Rigg der Make 25  gebaut hatte. Das war nicht einfach, denn er galt an seinem ursprünglichen Standort als pleite, was sich zum Glück als doofes Gerücht herausstellte. Am neuen Standort am Bodensee fündig geworden. Puuuh! Vom Vorbesitzer hatte ich bereits die ursprüngliche Rechnung über das Rigg erhalten. Ich habe die Schadensmeldung an die Versicherung abgeschickt und uns überlegt, was wir nun machen.

Wir waren auf der anderen Seite auch froh unsere Frieda wiederzuhaben. Aber irgendwie muss der Urlaub doch noch zu retten sein. Die Alternativen waren Ferienhaus in Frankreich, wo wir uns mit unserem Hund an die ewig langen Strände legen könnten.

oder ein Segelboot chartern. Ich würde in der Bretagne ständig an das Unglück denken und so war der Gedanke, doch noch zu segeln und ein Boot zu chartern stärker. Letzteres müsste natürlich sehr flott gehen und wir durchsuchten sogleich die Angebote. In Deutschlands Süden sind noch Sommerferien. Entsprechend hoch die Preise und wirklich dünn das Angebot. Große, also ganz große Boote gab es massig. Schiffchen bis 35 Fuß eher nicht.
Bei einer privaten Charteragentur bin ich dann auf eine Contest 33 gestoßen, die auch noch verfügbar war. Eine Anfrage gestartet und mit der Agentur telefoniert. Würde klar gehen. Agent sagt von sich aus, das Boot sei in einem hervorragendem Pflegezustand.

Ok, die Bilder sind sicherlich 20 Jahre alt, wenn ich die aktuellen Bilder des Eigners auf seiner Firmenseite und die Bilder auf der Website vergleiche.
Egal, wir hatten schnell richtig Lust auf die Contest. Ich holte mir noch ein paar wertvolle Tipps von Spuirrel, ein Contest 33 Eigner aus dem Segeln-Forum. Die steigerten unsere Vorfreude zusätzlich.

Just in der Nacht begann Frieda heftig zu husten. Nun hört sich ein Hund, wenn er hustet, bei weitem nicht so an wie ein Mensch. Zuerst denkt man der Hund erstickt, dann würgt er und röchelt und wir hatten gerade gedacht jetzt passt endlich alles. Es hört sich wirklich angsterregend an wenn man das zum ersten Mal hört und unser Plan stand wieder auf wackeligen Beinen.

Montag fuhr ich dann los und holte Linguini in Gunzenhausen ab um sie an den Bodensee zu ziehen. Anja ist mit Frieda beim Veterinär um den Husten zu klären. Es ist zum Glück nur eine relativ einfache Halsentzündung. Also nichts was uns beunruhigen müsste. Tabletten und in einigen Tagen ist es gut. Trotzdem fällt es verdammt schwer Frieda hier zu lassen. Bei unserem Nanny (Nanno) und seinen beiden „Fußhupen“ ist sie aber in sehr guten Händen.

Ich hab das Boot nach guten 4 Stunden am Bodensee und vor Ort mit dem Chef von Plan & Tat alles besprochen. Neuer Mast wie gehabt, ein Stromkabel weniger dafür ein Fall am Top mehr. Antennenkabel bekommt er von mir geliefert, die Antenne mach ich dann selber dran. Ohne Boot zurück nach Hause. Gepackt und am Dienstag früh ging es los nach Kiel.

Die Strecke war uns irgendwie vertraut. Eine eigentümliche Begegnung auf der A7 und der Fahrer reagierte weder auf unser Hupen noch auf unser Winken. Wir lauschten dem Radio und warteten eigentlich nur auf ein „Fahrrad auf der A7…..

Wir hielten nochmal am Seesen Ost und ich fotografierte diese dammischen Begrenzungen nochmals für die Versicherung.

In Kiel angekommen haben wir noch einiges an Zeit da wir das Boot erst ab ca. 19 Uhr übernehmen können.

Kiel ist irgendwie wie ne leere Dose Fisch. Riecht nach Fisch, ist aber keiner drinne. Eine ausdruckslose Stadt aber wir sind hier ja nicht auf einem Städtetrip oder wir haben die schönen Ecken einfach in der Kürze nicht gesehen. Wir holen das nach!

 

Wir holen den Eigner aus seinem Laden ab und fahren gegen 18:30 Uhr an den Hafen Stickenhörn.


Unser Charterboot – Die Emma

Die Übernahme war schmerzfrei. Vielleicht war ich etwas zu nachlässig. Ja, waren wir! Naja, wir übernehmen ein Boot aus 1971. Der erste Eindruck war ok. Es war bereits recht dunkel und, hätten wir nur besser geschaut! Am Abend beschleicht uns ein nicht ganz gutes Gefühl aber erstmal Klamotten zum zweiten Mal einräumen und schlafen. Wir waren froh wieder irgendwie angekommen zu sein.

Kiel über Schleimünde nach Mommark – 42 SM

Heute legen wir ab. Aber erstmal frühstücken, Kaffee trinken und eine Katzenwäsche. Duschmarken gibt es erst ab 8 Uhr, zu spät für uns. Wir besprechen das Leinenmanöver zum Ablegen. Leine in Luv auf die Mittelklampe, Motor auf kleiner Fahrt und wir tuckern aus der Box. Über die Mittelklampe drehen. Hat geklappt und wir tuckern aus dem Hafen ins Becken süd-westlich der Ausfahrt. Aufstoppen, rückwärts, Ruder checken. Alles was man eben so macht bei einem unbekannten Boot.
Ich merke sehr schnell, das Ruder wird eine Herausforderung. Geht schwer, sehr unpräzise aber erstmal egal. Wir sind auf der Kieler Förde.
Wir Motoren ca. einen Kilometer bis wir etwas offeneres Fahrwasser haben. Segel setzen.
Das Großsegel geht recht flott nach oben, muss am Mast bedient werden, was mir eh recht ist. Es flutscht. Das Ausrollen der Genua wird ein echter Kraftakt. Da flutscht mal gar nix. Die gesamte Mimik ist extrem schwergängig. Am Ende haben wir die Genua aber unter Einsatz der Winsch draußen und wir segeln bei halbem Wind in Richtung Schleimünde. Dort wartet Turmpeter seit gestern auf uns.

Emma legt sich in die Welle und segelt wirklich traumhaft. Es hat gut Wind. Knappe 5 Bft. Und das konstant aus einer Richtung. Ja das gibt es, ein Traum!
Wir hatten für die Strecke 3.5 Stunden geplant, haben sie in 3 Stunden geschafft. Auf der Logge hatten wir 7.6 Knoten gesehen. Ich denke da war noch mehr.  Tracks aufzeichnen hab ich mir abgeschminkt, ich will segeln!

Aber das Steuern wurde mühsamer je mehr wir uns Schleimünde annäherten. Der stetige Wind schob so langsam eine nette Welle aus Ost in unseren Kurs nach Norden. Das schwergängige Ruder war echt eine Herausforderung und ich musste sehr konzentriert und effizient steuern, um keine Krämpfe in den Armen zu bekommen. Irgendwann war der Trimm dann ok und….. neee, steuern war durchweg kein Vergnügen.
Anja steuerte auch und das sehr präzise trotz des Ruders. Und so sahen wir Schleimünde bereits durch unser Fernglas.

Kurz vor der Ansteuerungstonne SLM gaben wir Turmpeter das Signal loszulegen.

Wir trafen uns ca. 2Seemeilen vor SLM und dann ging der Ritt nach Mommark in Dänemark los. Der Wind hat noch eine Schippe draufgelegt, wir haben Fock und Groß gerefft um einigermaßen in der Nähe von Turmpeters „tofreden“ zu bleiben. Zweimal gewendet, um wieder gleichauf zu sein wurde der Kurs zusehends flacher, der Wind drehte. Wir liefen Mommark auf annäherndem Vorwindkurs aus Richtung NNO an. Halse ins Fahrwasser und die Mini Tonnen gefunden. Man könnte denken das wären Fischereibojen. Das Grün ist fast schwarz und das Rot ist dem Rost gewichen.

Unterwegs noch einer 27.7er First begegnet. Da hätte ich Lust gehabt zu tauschen…

Aber alles gut und eingelaufen. Emma tuckerte im Hafen und am hinteren Gastlieger war der erste Fingersteg frei. Eigentlich dachte ich wir drehen und legen Backbord an. Anja hatte alles vorbereitet als ich merkte, dass der Wind hier zunahm, ging ich in den Leerlauf und wir trieben 100% parallel an den Fingersteg. Kurz vorher einen kurzen Rückwärtsschub und wir lagen perfekt am Steg. Zwei Kollegen nahmen unsere Leinen entgegen. Das war unser erstes Anlegemanöver und ich fand das einfach nur geil. Ohne Motor, Wind ausgenutzt und ran Treiben lassen. Ok, die Fender mussten wir dann sehr schnell nach Steuerbord bringen. Der Steg war allerdings gepolstert. Egal, das war kein Hafenkino oder wenn, dann vielleicht sogar ein Lehrreiches.
Schiff aufklariert, Anlegebier mit der mittlerweile neben uns festgemachten tofreden trinken die sich bei dem Wind und in der Welle richtig gut gemacht hat. Aber erstmal den Turmpeter standesgemäß begrüßt, hatten uns ja lange nicht gesehen. Zum Anlegebier erstmal auf die Emma und „karatsch“, erstmal den Flaggenstock abgebrochen. Nächster Bruch! Turmpeter wiegt halt doch mehr als ne Milchtüte. Egal, kurz mit dem Messer wieder angeschäftet und passt wieder.

Uns dann frisch gemacht, Liegegeld bezahlt und ab ins Restaurant. Das war mit rund €25,- pro Nase nicht zu teuer. Gutes Essen, guter Wein!
Zurück an Bord der Emma noch ein Fläschkens Prosecco zusammen geköpft, unsere Odyssee der Anreise nochmal erzählt und dann schlafen. Mal sehen! Wir und alle anderen liegen recht unruhig. Der Ost hat durchaus Welle geschoben und morgen soll es regnen.

Emma – Der Tag der Ernüchterung

Ein Regentag verschafft viel Zeit um das Boot im Detail kennen zu lernen. Aber erst einmal werden wir durch eine Horde Spatzen, nee Schwalben geweckt die sich auf beiden Genuaschoten niederließen. Das war lustig und hat uns den Start in den Tag erst einmal versüßt.

Emma war wirklich dreckig! Also ja, wir sind was Sauberkeit angeht schon etwas piensig. Was wir da aber fanden nachdem wir Licht hatten, unsere Sachen ordentlich verstaut hatten, das war schon nicht mehr mit unserer Wohlfühl-Toleranz vereinbar. Die Kombüse hatte den Dreck der letzten 5 Jahre gesammelt, in der Bugkoje war schwarzer Schimmel, üppigst. Dank Regen durften wir gleich feststellen wo die arme Emma inkontinent ist, und sie ist es vielfach und ergiebig. Am Schlimmsten der Wassereinbruch über der Elektronik und Funk. Nicht wenig läuft da runter und füllt die Bilge. Wir hatten dort Weinkartons und Cobb Kohlen gebunkert. 3-mal dürft ihr raten….
Alles in allem ist der Pflegezustand in unseren Augen schlecht. Und das nur weil ich Emma den Bonus der 47 Jahre gebe. Die Aussage der Agentur von wegen hervorragender Pflegezustand zeigt wieder einmal, trau niemandem der irgendwas mit Bootscharter zu tun hat.
Wir wurden bei der Einweisung auch auf etliche Fehlfunktionen hingewiesen. Ok, allesamt nicht wirklich sicherheitsrelevant, aber das passt zu unserem Gesamteindruck. Unser Fazit bis dorthin, das Boot darf so eigentlich nicht in die Vercharterung. Die Nacht war mit Schimmel Kopfkino wieder einmal annähernd schlaflos.

Ein paar Ein- und Ausblicke in Mommark

Mommark nach Svendborg 31 SM

Wir machen uns gegen 0900 auf den Weg. Der Wind hat zum Glück wieder aufgefrischt und so queren wir den Kleinen Belt bei schönen 4 Windstärken, Sonne und wenig Welle.
Kaum hatten wir Avernako passiert und Kurs nach Ost gesetzt, schlief der Wind zusehends ein.

Das ließ uns jedoch genug Zeit die schönen Ausblicke des Svendborg Sund zu genießen

bis dann …..

Der Regen kam schnell, kräftig und ging dann auch rasch wieder vorbei. Ich hatte kein Ölzeug an, klatschnass. Anja war vorbereitet aber egal. Umziehen und gut. Wir liefen gegen 17:30 in Svendborg ein. Liegeplätze gibt es genügend, alle mächtig lang. Unser erstes echtes Anlegemanöver mit Emma haben wir dann prompt verhunzt, weil wir A. zu kurze Leinen hatten und B. unsere Kommunikation der Optimierung bedarf.

So hatten alle ihren Spaß und am Ende lagen wir fest vertäut neben einer schönen Comfortina 35 von Ariane und Michael aus Hamburg.
Turmpeter kam hinterher und sorgte mit seiner „Obstkiste“ für Aufregung. Es gab nur > 40 Fuß Boxen und „tofreden“ war doch etwas verloren. An unserer Seite ergab sich ein lustiges Bild der beiden betagten und nicht ganz unauffälligen Boote.
Emma klargemacht und am Hafen Fischimbiss noch ganz kurz vor Ladenschluss bestellt. Lecker bei mächtigen Portionen. Das Bier leider aus Plastik. Auf dem Boot noch ein Bierchen aus dem Glas und wir schlafen ganz ok. Morgen früh wollen wir Svendborg erkunden.

Svendborg Hafentag 10 Fußmeilen

Von Svendborg haben wir erstaunlicherweise fast keine Bilder. Oder eben nur welche die wir für uns behalten wollen. War sehr schön und daher gab es kaum Zeit an den Fotoapparat zu denken.

Wir gehen früh zu Bett und beschließen Svendborg am kommenden Tag zu besichtigen.
Nach dem Frühstück geht es in die Stadt. 24.000 Einwohner hat Svendborg und irgendwie haben wir das Gefühl, es sind alle auf der Straße. Wir kaufen zwei schöne Weingläser, 2 Tassen und die lange überfälligen Schnapsbecher.

Svendborg ist ein ausgesprochen schönes Örtchen. Viele kleine Läden und das wahrscheinlich beste Eis das ich bis dato gegessen habe. Das „Gelato Italia“ ist eine kleine Eisdiele die Bioeis produziert, Waffeln selbst herstellt und mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird. Noch ein paar Lebensmittel eingekauft und zurück ans Boot. Die Lebensmittel in Dänemark sind vergleichsweise preiswert wenn man sie mit einem Restaurantbesuch, der mit Luxussteuer belegt ist vergleicht. Und so plane ich für den Abend ein üppiges Mahl.

Da haben wir nun so schöne neue Sachen und dann dieses Boot. Was mir eigentlich klar war, startete nun. Wir beschlossen das Boot zu putzen. Anja machte sich über die Pantry her, ich über das Cockpit und am Ende das gesamte Deck. Nach ca. 3 Stunden sah man etwas Besserung, hatte nun aber den vollen Überblick über den Zustand. Ich hab dann entschlossen dem Eigner eine Mail mit den Beanstandungen zu senden. Die schwergängige Technik, das verdreckte Boot, tropfende Luken uvm. Zumindest die Kosten für eine Endreinigung sehen wir nicht ein. Der Eigner hat angerufen. Das sei alles der schnellen Buchung zuzuschreiben. Sonst hätte er sie ja noch gereinigt. Ja eh!

Ich meine, es gibt unterschiedliche Ansprüche und wir hätten auch besser schauen können. Nur was dann? Nach der Reinigung fühlten wir uns etwas wohler, der Schimmel in der Koje blieb allerdings, vor allem im Kopfkino!

Ein paar Bilder vom Zustand. Wer sich den Appetit auf das Mittagessen nicht verderben will, der soll die Bilder lieber nicht vergrößern.

Aber wir grillen dennoch am Abend sehr lecker und hatten unseren Spaß zusammen mit Turmpeter. Im Anschluss ging der nette Abend mit der Crew der Comfortina weiter. Ariane und Michael haben das Boot erst kürzlich gekauft und klagten über die erheblichen Zusatzkosten, die ein Boot mit sich bringt. Das kann ich voll bestätigen und auch die Arbeit um ein Boot kontinuierlich in einem guten Pflegezustand zu halten. Vielleicht sollten wir das mal unserem Charterboot-Eigner verklickern. Aber ihre Comfortina 35 ist wirklich ein sehr schönes Boot.

Ab nach  Marstal – 22 SM

Ich war recht früh auf dafür, dass wir so lange saßen. Das Boot klar gemacht und vor dem Ablegen die Comfortina 35 noch besichtigt. Echt ein klasse Boot! Schöne Größe, wertig und gar nicht sooo „altbacken“. Mit 20 Jahren auf dem Kiel ist der Zustand quasi neuwertig. Irgendwie reichen 35 Fuß an Größe wenn sie gut geplant sind. Eine echte Alternative zu unserem 42 Fuß-Plan.

Wir legen ab und machen uns durch den Sund auf den Weg nach Marstal. Die ersten 1-2 Seemeilen motort, dann gesegelt. Schöner Wind nur leider aus nicht ganz optimaler Richtung.
Die engen Fahrwasser durch die Brücke bei Rudköbing wieder motort und ab Höhe Kohave wieder die Segel gesetzt und den nun einschlafenden Wind bei 1-2 Bft bis Ansteuerung Marstal runter gehalst.


Der riesige Hafen von Marstal war mit wenigen Gastliegern belegt. Wir haben uns Bro 8 ausgesucht. Motoren in die Boxengasse drehen dank heftigem Radeffekt mühelos auf dem Teller und hatten alle Leinen ordentlich vorbereitet. Ich laufe eine Box recht steil an so, dass Emma mit Buganker gerade so am Dalben in Luv vorbeikommt. Leine über und ich gebe etwas Schub. Emma dreht sich in die Box, Steuerbord Leine über. Boot kommt gerade. Anja übergibt die Bugleinen am Steg. Fest!


Das Anlegemanöver war absolut top und wahrscheinlich dachten die umherstehenden Kinobesucher, die segeln den Pott schon 20 Jahre. Tat gut, auch wenn ich weiß, nach dem Anlegen ist vor dem Anlegen.
Turmpeter kam bei dem wenigen Wind 1.5 Stunden nach uns rein. Sein Anleger war ungefähr das genaue Gegenteil, die Crew des Nachbarbootes hatte schon die Fender parat aber Leichtgewicht tofreden braucht das nicht – alles gut – Turmpeter bekommt man mit sowas nicht aus der Ruhe. Ein paar Leinen haben sich vertüddelt, das richtet man ohne Stress und tofreden tänzelt dazu zwischen den Dalben. Kommt eben mal vor.
Während des Wartens auf tofreden legten mehrere „Männerrunden“ an. Bei einem Boot nahm ich die Leine entgegen. Das Boot war noch einen Meter vom Steg als ein übereifriges Crewmitglied auf den Steg springen wollte. Tat er auch, aber mit dem Rücken nach unten. Er rutschte aus und fiel auf einer der Festmachbügel. Warum macht man überhaupt U-Bügel an einen Steg? Kann man nur anlegen, wenn man von Bord geht so fern keine „Hand“ da steht. Der erste Gedanke, der steht nicht mehr auf. So war es dann auch. Anja legte ihn in Schocklage und er blieb erstmal liegen. Der Rest der Crew scherte sich einen Dreck um ihren Kollegen und kämpfte mit dem Boot in klassischer Manier. Der eine zog achtern Steuerbord, der andere Backbord  am Bug und alle wunderten sich das nix geht.

Nein, Arzt oder Krankenwagen lehnt man ja ab wenn man in so einer Runde …… aber toi toi toi nichts Schlimmeres als eine heftige Prellung. Zumindest auf den ersten Blick. Am kommenden Tag bewegte er sich wie ca. 30 Jahre gealtert….

Wir essen im unspektakulären Restaurant neben dem Irish Pub und gehen schlafen. Wir haben uns mit Emma angefreundet. Irgendwie muss ja. Wir wissen sie ist ein gut segelndes und stabiles Boot ist und zum Segeln sind wir ja hier.

Marstal nach Sonderborg oder kein Ende der Odyssee!

Wir wollen früh los. 40 SM vor uns nach Sonderborg. Wind perfekt, Boot klar, wir angezogen. Westen an und wir sind klar zum Auslaufen. Turmpeter noch nach Ablegehilfe gefragt und ahh der Motor. Nach hinten, gedrückt, nix. Der Motor zuckelt müde und springt nicht an…..

Mehrere Versuche bringen nichts. Morgens hatte ich noch das Öl geprüft und den Dieselverbrauch gemessen sowie die Stopfbuchse gefettet.

Wir sind einigermaßen ratlos. Die Batterie? Ich überbrücke die Verbraucher Batterie auf die Starterbatterie, auch hier bewegt der Dynastarter den Motor nur minimal. Turmpeter kommt rüber und meint, eventuell lose Masseverbindungen. Ich prüfe die sichtbaren Kabel und eines am Dynastarter ist tatsächlich lose oder besser hält noch an ein paar Fasern. Provisorisch befestigt, gestartet, nichts! Ok, das war es nicht. Die Kurbel gesucht und versucht den Motor anzukurbeln. Kompression erst von einem, dann von beiden Zylindern genommen, ich krieg die Kurbel nicht rum. Hatte es eh seit 2 Tagen im Rücken, das war nun nicht förderlich. Batterien gemessen, 12.8 Volt.
Ich ruf den Eigner an. Schlägt alles vor was ich bereits gemacht hatte. Ich erfahre, dass die beiden Batterien die ich gemessen habe nur die Verbraucherbatterien waren. Cockpitboden muss man aufschrauben, da drunter steckt erst die Starterbatterie.
Der „Maschinenraum“ ist komplett versifft und ich zieh erstmal alte Klamotten an. Die Batterie gefunden, gemessen und 12.3 Volt gesehen. Ist im Prinzip auch noch ok. Hatte ja einige Startversuche hinter sich.
An der Masse war auch hier ein Kabel nicht ganz fest. Festgezogen. Starten und der Motor sprang an! Endlich! Nach kurzem Laufen ausgemacht. Lieber nochmal versuchen. Wieder nichts! Mehrmals versuchen und Mist. Ich sage dem Eigner, dass wir einen Mechaniker holen. Er ist damit einverstanden. Wie gut das wir in Marstal sind. Auf irgendeiner kleineren Insel…..

Ulrik vom Maritime Engineering Marstal

Der Maritime Engineering Marstal Service war einen Kilometer entfernt und wir machen uns auf den Weg. Dort angekommen die Lage erklärt. Er kommt in ca. einer Stunde vorbei.
Wir gehen ein Bier trinken, heute kommen wir eh nicht mehr weg.

Ziemlich genau eine Stunde später ist der Mechaniker, Ulrik da. Relativ schnell erkennt er, der Dynastarter ist schlapp. Neue Kohlen und Service. Austauschen geht nicht da er nicht mehr hergestellt wird. Für den Service muss das Teil nach Sonderborg. Ja cool, da wollten wir ja hin. Hätte er sich nicht dort verabschieden können? Egal, der Eigner hat sein ok gegeben bei einem ca. Preis von 200,- und wir haben 2 Tage in Marstal.

Ziemlich deprimierend das Ganze. Wir gehen ins Städtchen und finden das dieser Urlaub, nein die gesamten letzten Wochen alles haben schief gehen lassen was geht. Da sehen wir die Dreimaster die wir zuvor auf der Ostsee entdeckt haben in den Hafen einlaufen. Erst einer, dann drei, am Ende lagen 5 schöne Traditionsschiffe im Hafen und an Deck erklangen maritime Klänge.

Das Shanty Festival

Das Shanty Festival ist in Marstal eingezogen und heute wie morgen geben die unterschiedlichen Gruppen und Chöre ihr Bestes zum Besten. Wir sitzen einige Zeit, hören zu und beschließen am Abend oder morgen früh wiederzukommen. Der  Anlasser soll am kommenden Tag um 12 Uhr geliefert werden. Genug Zeit für uns. Wir grillen neben dem Steg bei viel Wind. Will nicht so recht aber die Gemüse Pfanne schmeckt wirklich klasse. Der Kartonwein auch nicht schlecht. An Bord sitzen wir noch mit Turmpeter zusammen und auch in dieser Nacht finde ich wenig Schlaf. Ich will die Seitenwände auf gar keinen Fall berühren und so schlafe ich nicht auf meiner Schokoladenseite.

Am Morgen erst einmal etwas länger im Bett gelegen. Dicht zusammen in der Mitte. Nach dem Aufstehen gleich das Telefon gecheckt. Noch nichts. Wir frühstücken und gehen auf das Shanty Festival. Die Oldmen.NL, eine 4-köpfige Shanty Gruppe machen voll Spaß. Sehr gute Sänger, klasse Songauswahl und wir haben wieder etwas Urlaubsstimmung. Danach kommt der Shantychor vom Bielersee in der Schweiz. Sachen gibt es. Der Chor singt sehr harmonisch, nicht so viel Kante aber auch sie sind richtig klasse. Einige französische Shantys die uns an die Bretagne erinnern. Wir gehen im Hafenrestaurant eine Kleinigkeit essen.

Ein paar musikalische Eindrücke der Shanty´s

Gegen 12 zurück am Boot die Nachricht vom Volvo Service, der Anlasser ist komplett hinüber. Kohlen weg, innen angeschmort und wohl seit vielen vielen Jahren ohne Service unterwegs. Ein Runderneuerter kann am nächsten Tag da sein. Kostet natürlich etwas mehr. Die Kosten sende ich dem Eigner. Eine große Wahl haben wir nicht und so willigt er ein. Ich gebe Ulrik Bescheid und wir haben noch einen Tag Marstal. Ich will aber weg hier! Nach drei.5 Tagen ist dann echt gut. Unser Urlaub ist zur Hälfte vorbei und wir haben grad mal ein paar gesegelte Meilen auf der Uhr.

Wir gehen am Abend in das kleine Restaurant, das am ersten Abend leider geschlossen hatte. Die Besitzerin des „Havkatten“ erklärt uns was es gibt und wir beschließen, kann gut sein. Leider sind wir noch zu früh, macht nix. Wir verbringen die Zeit bei einem Glas Weißwein und versuchen eine lustige Seite an unserem Urlaub zu finden. Vielleicht, dass ich meinen Eltern ja täglichen Rapport schicke, mit Bildern um sie an unserer Reise teilhaben zu lassen. Muttern meint nur „kommt doch einfach wieder nach Hause!“ Aber schon aus Prinzip. Anja ist da wesentlich härter als ich. Wenn’s nach mir ginge, wären wir bereits in Frankreich. Das Essen im Havkatten können wir übrigens absolut empfehlen. Leckere Tapas und ein südafrikanischer Einschlag. Keine riesigen Portionen genau richtig und wir unterhalten uns noch kurz mit dem Eigentümnerpärchen und ihre Lust an Spanien und Südafrika.

Auch dieser Abend ging vorbei und wir warteten am kommenden morgen auf Ulrik. Hatten aber noch etwas Zeit um das Auslaufen der Traditionsschiffe zu bestaunen. Die Crews sangen und es war wieder ein schönes Erlebnis, vielleicht ein wenig Entschädigung.

Ulrik kam mit dem Anlasser unter dem Arm. Schnell eingebaut und zwischendurch seine Tochter von der Schule abgeholt. Nein, sie wollte uns ihren Namen nicht verraten, ein nettes kleines schüchternes Mädchen. Aber auch ihre Anwesenheit brachte Emma und uns kein Glück. Der Anlasser war eingebaut und mit Spannung lauschten wir dem Starter.

„Öttl Öttl Öttl KADONG“

Noch zweimal „Öttl…..“ Stille! Der Anlasser drehte gut. Wesentlich besser als der Alte. Dem Motor war das egal. Vermutung durch das „KADONG“: Der Motor hat Wasser gezogen! Hat er auch. Wir sahen dann die Tropfen, nein das Rinnsal welches aus dem hinteren Ansaugfilter kam.

Ulrik nahm die Kurbel und versuchte nun unter Einsatz all seiner Kraft über X Versuche den Motor zu entwässern. Leider hatten wir erst nicht das Seeventil geschlossen, sondern das Lenzventil des Waschbeckens. Die Schlauchführung ist aber auch komplett verwirrend. Demnach hatte seine ganze Kurbelei wahrscheinlich keinen Sinn gebracht. Viele Versuche folgten noch und ich stand in Kontakt mit dem Eigner. Es sollte ja die letzte Vercharterung sein bevor Emma einen neuen Motor bekommt. Nahm sie uns das Übel?

Nun lagen wir in Marstal mit einem 6.5 Tonnen Boot ohne Maschine. Mittlerweile war ich dann doch etwas angepisst und habe das den Eigner und die Agentur spüren lassen. Aber immer noch weit weg von dem wie ich mich eigentlich kenne. Keine Ahnung ob mir Anja jeden Morgen was in den Kaffee schüttet, dass ich nicht zum HB Männchen werde. Plan war, der Eigner kommt und holt uns ab und holt dann später das Boot. Das ist natürlich ein höllischer Aufwand. Die Wettervorhersage war gut. Wind aus OSO mit 5-6 Bft war für den kommenden Tag angesagt. Ich überlegte ein wenig und hab dann Anja vorgeschlagen dem Eigner anzubieten mit ihm nach Kiel zu segeln. „Und ich kann das Auto zurückfahren“, sagte Anja gleichdrauf.

Für den Eigner war das sicherlich eine Freude, hatte er doch unter der Woche Schwierigkeiten einen zweiten Mann für seinen eigentlichen Plan zu organisieren. Der Eigner kommt am folgenden Morgen mit dem Wagen in Marstal an.

Marstal nach Kiel – 35 SM

Wir legen gegen 10 Uhr ab. Anja fährt den Wagen nach Kiel. Die Information „die gelbe Warnleuchte, wenn sie angeht, nicht beachten!“. Das passt doch irgendwie und fast schon wieder etwas Komödie.

Anja wartet auf die Fähre und nimmt noch eine Frau von Soby mit die auf der Fähre an die Scheibe klopfte und fragte ob sie mitfahren dürfe. Anja würde sonst niemals Anhalter mitnehmen und so bot die fremde Frau an ihren Ausweis zu zeigen. Normalerweise fährt sie mit Nachbarn aber die waren heute voll belegt. Die Dänen sind da wohl nicht so piensig. Sie muss nach Flensburg einen Termin wahrnehmen. Für die Rückfahrt hat sie bereits jemanden. Anja nimmt sie mit und es war wohl eine nette Unterhaltung. Sie betreibt mit ihrem Mann einen Bio Hof mit Bed & Breakfast. Und so fährt sie Anja und lässt sie in Flensburg aussteigen.

Anjas Auftrag, am Hafen Stickenhörn einen geeigneten Anlegeplatz für unser Anlegemanöver unter Segel ausmachen, unter allen Umständen freihalten und eventuell jemanden zur Hilfe organisieren. Ich korrigiere; das war natürlich kein Auftrag, sondern ich wusste, wenn Anja da hinfährt und organisiert, dann klappt das in jedem Fall.

Derweilen legen wir mit der Hilfe von Ulriks Tukkerkahn ab und Ulrik zieht uns über gut eine Stunde gegen den Wind und etwas Strom bis über die Landzunge von Marstal. Dabei hat er uns erst an der Seite und nach dem Hafen wechseln wir zum seriellen Schleppverband.

Er zieht sehr professionell mit absoluter Ruhe. Dann heißt es Leinen los und wir sind auf uns gestellt. Der Wind perfekt aus Ost. 5-6 Beaufort wie vorhergesagt, die Komfortwindstärke der Contest 33. Wir segeln gegen eine meist 1 Meter hohe Welle, um das VTG Kiel bis zu 2 Meter, die von schräg Backbord auf uns zuläuft. Ein heißer, nein ein wunderschöner Ritt bis Kiel. ETA ist mit 18 Uhr angegeben, wir segeln relativ konstant mit 7 Knoten und es macht sehr großen Spaß. Bernd der Eigner (Namen geändert) erzählt einiges an Geschichte zur Umgebung und natürlich von vergangenen Törns. Wir vespern unterwegs, was gut ist gegen die leichte Magenhebung bei der Welle. Etwas wärmer einpacken und bei Sonnenschein durch die Ostsee brausen. Östlich entdecken wir ein U-Boot, das urplötzlich abgetaucht ist. Wenn’s kratzt wissen wir ja was es war. Bei der Tiefe von 20 Meter im Mittel bleibt da nicht viel Platz für so nen Oschi.

Im Verkehrstrennungsgebiet vor Kiel beginnen wir das Anlegemanöver zu planen. Wir haben 3 Varianten, die alle drei gut sind, wenn der Wind passt und es einen Platz oder eine geeignete Box gibt. Das Schiff dürfte so ca. 6.5 Tonnen wiegen. Ein Versuch, nicht mehr und nicht weniger.

In der Kieler Bucht hab ich wieder Empfang und Anja hat bereits eine SMS gesendet. Steg 9 ist Platz. Mit der Information fangen wir nun wenig an. Ich rufe an. Hafen ist ziemlich voll. Eine Möglichkeit längsseits anzulegen mit dem Wind. Direkt davor aber ein anderes Schiff. Ich hole Google Earth raus und wir schauen uns das an. Steg 9 dürfte eigentlich nichts längs haben. Wir stellen uns darauf ein spontan den Plan zu ändern.

Kurz vor Stickenhörn streichen wir das Großsegel und segeln unter Genua bis zur Ansteuerung des Hafens. Die Genua auf 30% weggerollt und mit einer Wende in den Hafen. Genua weg und wir haben noch immer 4 Knoten. Wir zählen die Stege von 12 runter und sehen Anja mit einem Mann den sie „vom Fahrrad geholt hat“ um ihr zur Hand zu gehen. Es war nichts los am Hafen.

Wir steuern den Liegeplatz recht eng an, Leinen über und die beiden hatten das Vergnügen 6.5 Tonnen aus nunmehr 3 Knoten zu stoppen. Geschafft! Klasse! Ein Versuch und gut! Mein Gesicht brennt. Ich hatte die Sonnencreme vergessen und hatte mir prompt einen Sonnenbrand eingefangen. Egal!

Die Endabrechnung erfolgt. Wir einigen uns gütlich. Ich gab für die Rückführung am heutigen Tag noch einen Tag drauf, weil es ein wirklich klasse Segeltag war und das Anlegemanöver bekommt man ja auch nicht mal so zum Spaß. Wir laden recht flott unsere Sachen in den Wagen und verabschieden uns von Bernd!

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht wie es weitergeht.

2 Tage Urlaub ohne oder besser, vom Boot

Wir sitzen im Wagen und atmen erstmal tief durch. Ein Hotel muss her. Das 2. angerufene Hotel hat ein Zimmer frei. Das Westside. Nicht schlecht bis auf die Baustelle vor dem EG Zimmer die morgens um 6 Uhr losgelegt haben. Am Abend ein leckeres Essen beim Italiener in Kiel und was nun? Die Option nach Hause fahren steht gegen die Option ein weiteres Boot zu chartern. Segeln siegt! Und das nicht, weil ich dominiere. Ich wäre wahrscheinlich wieder nach Hause. Meine Frau „jetzt sind wir hier, dann ziehen wir das durch!“.

Aufgeben is nicht!


Chartern die 2.

Wir chartern in Flensburg bei einer bekannten Charterfirma. Wir malen uns ein besseres Boot aus und buchen eine Jeanneau Sun Odyssey 349. 3 Jahre alt, die muss ja gut sein. Das Odyssey war dann aber wohl ein passender Namensbestandteil für das was kommt.

In Flensburg gehen wir ins Charterbüro und machen alles fix. Übernahme Samstag 12 Uhr statt 15 Uhr. Kommt uns sehr gelegen. Eine Übernachtung im Hotel Wasserleben für 158,- passt zur Story. Teilweise echt runtergekommener Laden der ausschließlich vom tollen Blick lebt.

Was solls, ich schlafe zum ersten Mal seit vielen Tagen gut, das war es wert. Das vielfach angepriesene Frühstück war alles nur kein Highlight.

Wir gehen noch in zwei Segelshops und ich bekomme eine neue Bordhose und einfache Gummistiefel für die groben Sachen (auch Garten). Wir gehen noch ein paar Sachen für die Kombüse einkaufen und dann ab zur Bootsübernahme.

Jeanneau Sun Odyssey 349

Wie kann ein 3 Jahre junges Boot dermaßen abgerockt sein? Der Zustand der Kiste ist echt schlecht. Diverse, nein alle Türen klemmen, Verschlüsse lassen sich nicht öffnen. Massig heftige Macken im GFK. Also echte Ausbrüche, Löcher. Das ganze Boot ist außen nicht sauber. Innen ist es nicht besser. Ich frage, ob das ein gereinigter Zustand sei? Der arme Kerl, der uns durchs Boot führte, konnte nicht darauf antworten.

Was steht noch auf der Webseite des Vercharterers…. ein hochmotiviertes  professionelles Team kümmert sich bestens um ihr Boot. Die machen so Kauf und Vermietung Geschäfte. Nie im Leben!

Wir haben bereits bezahlt, den Vertrag gezeichnet und vor allem, welche Alternative? Kein anderes Boot unter 40 Fuß verfügbar. Aber wir dachten sicherlich, wir haben ja schon schlimmeres erlebt.

Mängelliste (nur die für uns wichtigen Dinge) die uns meist erst nach der Übergabe auffielen:

  • Ankergeschirr passt nicht. Anker muss angebänselt werden und in der Halterung mit Seil befestigt werden. „Sie brauchen doch keinen Anker!?“ ertönt es. Schon mal was von Sicherheit gehört?
  • Die Genua Holepunkte sind fix. Nix verstellbar, Superbillig Basisausstattung was wir noch zu spüren bekommen werden.
  • German Cupper System geht extrem schwer. Für Anja eigentlich nicht bedienbar. Ich muss mich sehr anstrengen um den Baum, die Großschot zu trimmen. An aktives Böen aussegeln nicht zu denken.
  • Wie gesagt, keiner der Schränke und Türen funktioniert. Der Abfalleimer baumelt lose rum und die Toilette stinkt wirklich erbärmlich.
  • Am Niedergang sind Blutspuren der vorigen Crew zu sehen, dito an den Backskisten am Heck. Die zweite Backskiste hat keinen Griff und die anzuheben ist echt Gefahr für die Hände.
  • Der Fäkaltank hat keinen Füllstandsanzeiger, man muss den Tank betrachten und dafür die Abdeckung abbauen. Man sieht das aber nicht wirklich.
  • Die Navigationskarte im Plotter ist 2 Jahre veraltet. Die Karten im Boot nicht berichtigt.
  • Betätigt man den Wasserhahn im Bad geht 50% des Wassers nach unten. Undicht.
  • Kühlbox kühlt nicht wirklich. Vor allem, wenn die Heizung an ist deren Schläuche um die Kühlbox liegen.
  • Genua ist komplett ausgelutscht, eine Lattentasche aufgerissen, das Groß ist nicht viel besser.
  • Backofen wie das ganze Schiff ist verdreckt. Im Klo sind die Wände komplett mit Urin verspritzt. Warum müssen die Deppen besoffen im Stehen …..
  • Wir finden keine eindeutige Bezeichnung der Ventile für die Toilette. Wusste der Übergeber auch nicht. Dachte das steht doch im Manual – von wegen.

Ich stelle hier nur zwei Bilder ein die den „janneusen“ Zustand der 349 bestens beschreibt.

Bild 1 für den generellen technischen Zustand: Ein Flaggenstock mit Tesa angeklebt und mehrfach mit Isolierband ausgebessert.

Bild 2 für den generellen Pflegezustand: Das ist Blut welches wir im „gereinigten“ Boot an verschiedenen Stellen fanden. Sieht aus als hätte sich einer der früheren Crews an der Backskiste die Hand aufgerissen und ging dann unter Deck um es zu verbinden. Die Spur konnte man verfolgen. Entweder arbeiten dort blinde Reinigungskräfte oder sie sind einfach stinkefaul!

Flensburg nach Sonderborg 24 SM

Wir legen um 1530 in Flensburg ab. Wind 4 Bft mit Böen nach oben. Die erste Strecke segeln wir mit der Genua und achterlichem Wind aus West. Bei dem Holepunkt ist an Vorwind nicht zu denken. Das schlappe Tuch macht was es will. Meine einzigen Trimm-Möglichkeiten sind die Liekfäden. So segeln wir mit  ca. 130 Grad zum Wind und halsen uns durch die Förde. Nach dem ersten echten Kurswechsel in Richtung OSO setzen wir das Großsegel und reffen es zugleich ins erste Reff. Der Wind hat mächtig zugenommen, gute 5-6 Bft. mit Böen deutlich über 6 Bft..

Das German Cupper System ist definitiv nicht fürs Halsen gemacht. Man kurbelt sich nen Wolf. Aber Q-Wenden? Ich schaue das wir einen Kurs segeln der möglichst wenige Halsen benötigt. Eine die ich im Patentamt anmelden kann war auch dabei. Zu viel Ablenkung mit den vielen Leinen an der einen Winsch pro Ruderstand. Keine Fallwinschen, alles nach hinten x-fach umgelenkt. Ständig wechseln, wir hatten es noch nicht wirklich raus. Sicher nichts was ich mir zulegen würde. Die Reffleinen sind ebenfalls nur mit enormen Kraftaufwänden zu bedienen. Viel zu dick, bekneifen sich an vielen Stellen und bekommen das Segeln nur mit viel Mühe in einen einigermaßen annehmbaren Trimm. Die Basisausstattung ohne Extras ist bei der 349 eine echte Spaßbremse. So kann man nicht entspannt segeln.

Mittlerweile haben wir das Groß im 2. Reff und der Wind hat deutlich auf die 7 gewechselt. Vor Rupholz hat uns eine Böe gelegt die deutlich die 8 überschritten hatte. Ich mag das ja, aber nur mit ordentlichen Segeln und ausreichend Trimmmöglichkeiten. Windvorhersagen gelten für die Flensburger Förde nicht! Oder man packt einfach immer mal 2 Bft. on Top.

Die letzte Kursänderung in Richtung Sonderborg beschert und halben bis raumen Wind und der Wind geht auf einen guten 5er zurück. Ab da hat das Boot ein wenig Spaß gemacht.

Der Statusbericht per Telegram an Mutti darf nie fehlen….

Und so segeln wir in den Abend von Sonderborg.

Anlegemanöver besprechen und es wird bereits dunkel. Die Einfahrt zum Hafen ist in der Dämmerung schwer erkennbar; nicht oder vielleicht noch nicht befeuert. Ich navigiere strikt nach der Navionics Karte und wir sind im Hafen.  Das Anlegemanöver war einwandfrei. Wir werden immer eingespielter. Bis das Boot aufklariert ist, ist es 21.15. Wir essen ein wenig und gehen schlafen. Der Wind drückt aufs Heck, die Welle auch. Die Festmacher ohne Ruckdämpfer, eine komplett schlaflose Nacht auch dank der ungesicherten klappernden Fallen anderer Boote.

Am Morgen kommt der Hafenmeister und sagt uns freundlich, dass dies eine Eignerbox sei und der Eigner kommt gegen Mittag. Wir hätten aber eh verholt, denn eine weitere Nacht mit dieser Geräuschkulisse? Neee! Wir legen ein schönes Leinenmanöver hin um das Boot bei guten 5 Bft achterlich querab aus der Box zu bekommen, ohne die schöne Yacht neben uns in Bedrängnis zu bringen. Bug in Luv fieren und den Haken an die Sorgleine, ich ziehe uns an den Dalben. Werfe eine Leine über die von der Mittelklampe über den Dalben auf die Winsch geht. Winsche uns noch weiter ran um die ursprüngliche Leine zu bergen. Wir sind nur noch durch die Winsch/Mittelklampe Leine und den Bootshaken gesichert. Rückwärtsgang und wir fahren kerzengerade aus der Box  bis ich Anja das Kommando zum Loslassen gebe. Die Odyssey dreht schön mit dem Hintern in die Gasse. Leine von der Winsch und ab auf die andere Seite weiter nach hinten. Box ausgesucht aber nochmal raus, weil es mir zu eng zum Wenden war. Der Wind drückte ganz gut. Raus und rückwärts rein um dann wieder vorwärts gegen den Wind in die Box. An den Dalben aufgestoppt, Anja wirft die Achterleinen über die ich dicht hole und uns mit leichter Vorausfahrt weiter in die Box buxiere. Achterleinen fest und eindampfen. Mit Abstand von ca. 20 cm zum Steg die Vorleinen bequem ausbringen. So schnell konnte gar keiner da sein um zu helfen. Das hat wieder voll Spaß gemacht. Ein gutes Anlegemanöver ist irgendwie ein klasse Stimmungsmacher!

Wir gehen duschen und erleben eine Reise in unsere Vergangenheit. Die Sanitäranlagen in Sonderborg sind wie Schullandheim oder die alte Turnhalle die vor 30 Jahren abgerissen wurde. Der Zustand ist echt übel und dabei auch nicht wirklich sauber. Diverse Toiletten laufen nicht ab und mein Gedanke „es gibt schon echte Drecksäue“. Bei den Mädels nicht besser.

Wir laufen in die Stadt und genießen den sonnigen Tag der zum Nachmittag hin etwas feuchter werden soll was sich jetzt gegen 1800 bewahrheitet. Überhaupt ist das ECMWF Wettermodell nach dem ich mich nun einige Tage gerichtet habe sehr zutreffend.

Bei der Recherche zu den Windstärken des vergangenen Tages:

  • TWS max. 8.85 Bft
  • AVG über 10 Minuten 4.5 Bft.

Ja, genauso hat sich das angefühlt.

Wir machen es uns gemütlich wobei es in dem Boot fast unmöglich erscheint. Die ganze Ausstattung ist billigst und ohne jeden Charme. Ikea ist da echter Luxus gegen. Die Kunstlederpolster haben wir mit Decken abgedeckt aber helfen tut das nicht wirklich. Und feucht ist es im Boot. Die Heizung funktioniert allerdings tadellos und wirkungsvoll. Webasto eben. Wir wollen morgen früh los nach Faarborg um den Turmpeter dann zurück nach Kappeln zu begleiten.

Ich erinnere mich noch an die letzte BOOT bei der wir uns ausgiebig eine Jeanneau 440 angeschaut hatten. In Vollausstattung, Kissen und anderen Accessoires ist das etwas ganz anderes. Aber die Ausbauqualität ist wahrscheinlich dieselbe.

Sonderborg nach Faaborg 31 SM

Wir sind recht früh auf den Beinen, gehen noch einmal in die Sanitärbruchbude und legen zügig ab. Der angesagte Wind von 5 Bft mit 6er Böen lässt lange auf sich warten. Bis zum Leuchtfeuer

Kegnaes dümpeln wir mit 8 Knoten achterlichem Wind daher. Vorwind mit den Tüchern geht wirklich nicht. Das Großsegel kann man zwar bauchiger trimmen, aber es wird von den nicht verstellbaren LazyJacky sowie den beiden stark gepfeilten Salingen gehalten. Als wir das Leuchtfeuer passiert haben entschlossen wir uns noch ein wenig nach Osten zu dümpeln, wir haben ja Zeit. Dann kam der Wind und mit unserem Kurswechsel auf NNO frischte er auf stabile 5 Bft auf. Was dann kam, war einfach nur schön. Halbwind segeln bei 5-6 Bft. und einer relativ kleinen Welle aus West. Wir segelten den Kleinen Belt hinauf und wie bereits am ersten Segeltag unserer Reise, mit besten Bedingungen.

Je näher wir Lyo kamen, desto steifer wurde die Brise. Geil! Selbst die alten Lappen auf der Charterbüchse konnten noch was rausholen. Trimm stand den Umständen entsprechend und ich hätte was drum gegeben ordentliche Segel zu haben. Das Boot an sich, sehr steif, feinfühlige Reaktion und es segelt wie auf Schienen.
Östlich von Knolden passierten wir die drei Kardinaltonnen und gingen an der Nordspitze von Bjorno nach NO. Hier weht es ganz ordentlich und wir waren ziemlich weit über der Reffgrenze. Egal, macht Spaß! Gleich sind wir im Faaborg Fjord und bergen die Segel. Unterwegs wurden wir dann noch aufmerksam beäugt. Wir haben aber auch ein gutes Glas!

Und da war noch der Verfolger. Der Gewinner! Kein Wunder!

Später. Wir tuckern in den Handelshafen von Faaborg und ich stecke wahrscheinlich noch voller Endorphine. Ich agiere nicht geplant und das Anlegemanöver ist natürlich komplett versemmelt. Nochmals anfahren; war dann aber auch keine Augenweide. Hauptsache die anderen hatten Spaß. Was war falsch? Ich hatte zu früh aufgestoppt. Anja stand falsch am Lee Dalben und das Boot drehte dank Wind exakt quer zur Box recht schnell ab. Schnell noch irgendwie hingeschummelt aber graziös ist was ganz anderes. Auch egal. Wir sind nach einem sehr schönen Segeltag angekommen.
Turmpeter ist ja seit mehreren Tagen da und nimmt uns in Empfang. Kurz nach uns liefen 8 H-Boote ein. Ging zu wie am Bahnhof, aber eine schöne Stimmung.
Wir wollen nur schnell etwas essen und gehen zum Thai in Faaborg. War gut aber nicht wirklich Thai. Das grüne Curry ohne Auberginen, keine Karotten und keine Schärfe. Scharf war dann aber die Rechnung. Luxussteuer! Ist aber ein nettes Restaurant und geschmeckt hatte es dennoch. Hunger treibt eben! Auf dem nach Hause Weg noch bei Turmpeter reingespickelt der sich gerade etwas gebruzelt hatte.


Zurück an Bord noch ein Glas Rotwein und einfach nur dasitzen und relaxen. Ein schöner Tag geht zu Ende während ich diese Zeilen schreibe.

Regentag!

Für den nächsten Tag ist Regen angesagt und sehr viel Wind. Wir bleiben in Faaborg und machen eine Tour durch das Städtchen. Gut in Regenklamotten eingepackt erleben wir ein weiteres sehr schönes Arrangement von recht alten Häusern die schmuckvoll in den Gassen standen. Wir haben ein paar Kleinigkeiten, Gläser und ein Salz/Pfeffer Ei (Behältnis) eingekauft um uns zu Hause immer an die schönen Momente der Reise zu erinnern, wenn wir sie benutzen. Dann noch in den örtlichen Super Brugsen Supermarkt und für ein gemeinsames Abendessen mit Turmpeter und Marlies eingekauft.

Marlies ist eine nette Frau die den NOK mit ihrer „Ahoi Marie“ durchquert ist und mit diversen Mängeln am Boot, nebst einer gebrochenen Außenborder-Halterung, zu kämpfen hatte. Nicht sehr erfahren aber irgendwie unerschrocken segelt sie mit ihrem 23 Fuß Boot, dessen Typ nicht bekannt ist, durch die Ostsee.

Ihr Motor ist mit einem quietschgrünen Rätschband gesichert und sie will morgen mit uns und Turmpeter zurück in Richtung NOK.

Der Abend wird gemütlich und ich habe viel zu viel gekocht. Der Cobb auf der Badeplattform macht eine gute Figur und so wird es recht spät bis wir in die Koje kriechen. 0830 ist die Abfahrt geplant.

Faaborg nach Kappeln – 33 SM

Wir legen um 0845 ab. Die anfänglichen 3 Bft. steigern sich in der ersten Stunde auf 5-6 Bft. und auch die Welle nimmt, als wir in den Kleinen Belt einfahren merklich zu. Bei Sonnenschein wäre das sicherlich super fluffig gewesen aber es war kalt und regnete immer wieder leicht. Das verändert das Empfinden und was bei Sonne als traumhafter Segeltörn erscheint, ist bei Regen und Kälte viel dramatischer.

Turmpeter und Marlies sind ein gutes Stück hinter uns unter Motor während wir bereits segeln. Und wir segeln flott.

Der Kurs nach SSW bei westlichen Winden war nicht ganz ideal und so entschloss ich, dass wir nen „Zacken“ in den Belt segeln. Das war auch gut so, der Wind drehte leicht und wir hatten einen herrlichen Am- bis Halbwind Ritt bis Kappeln bei zeitweise guten 6 Bft. Turmpeter und Marie verloren wir aus den Augen. Nur noch Glaskontakt. Aber ich hatte vorher klargemacht, bei den Bedingungen, mit dem Boot, da segle ich nicht hin- und her. In einem PanPan, bei unser aller Glückssträhne, ist das natürlich etwas anderes. Und so hatten wir den Funk an und laut.

Aber so herrlich der Wind war, desto enttäuschender das Boot. Nicht das Segeln! Die Elektronik fiel nach 3 Stunden mit der ersten Fehlermeldung „kein aktives Anzeigegerät“ aus. Erst der Plotter, nicht schlimm, da ich eh meist das Ipad verwendet habe. Bedient sich viel besser als der Raymarine bei Regen und ist übersichtlicher. Vor allem der Formatwechsel von Quer- nach Hochformat ist ideal. Warum man Plotter im Querformat auslegt, ist mir eh ein Rätsel.

Dann fielen alle Geräte aus. Auch Lot und Logge. Kein Strom mehr. Anja hat alle Verbraucher ausgeschaltet und so kamen die Geräte wieder für ein paar Minuten. Danach nada. Wir waren aber noch gut 3-4 Stunden unterwegs. Ok, der Kurs stand und so machte ich mir keine großen Sorgen. Das Ipad war ebenfalls bereits relativ entladen und so schalteten wir es erstmal ab und hingen es an den verbleibenden Reststrom der Akkus. Abgesehen davon hatten wir unsere eigenen aktuellen und aktualisierten Karten dabei. Aber Autopilot war nicht und so hat es zwar seglerisch Spaß gemacht, aber die Stunden gingen dann irgendwann in die Knochen…

Vor der Schleimündung der bekannte und wunderschöne Anblick von Schleimünde. Wir haben die Segel geborgen und tuckerten in die Schlei. Die Elektronik bedankte sich zugleich für den Generatorstrom und begann wieder zu blinken. Aber nicht nur das, es war nass und eine Leine löste auf dem Plotter einen MOB Alarm aus. Herjeh was ist das nun wieder. Ich bekam den Alarm nicht weg. Das korrekte Drücken des Symbols hatte nicht funktioniert und so tuckerten wir unter nervigem Gepiepse in die Schlei. Ipad an, Raymarine aus! Ahhhhh wie erholsam.

Wir entschlossen uns bei Henningsen & Steckmest, der Scalar Werft einzulaufen und bereiteten uns vor. Dort wären wir auch mit Linguini eingekrant. H&S haben ein unschlagbares all-inclusive Angebot. Rein, raus, je eine Übernachtung für 165,- inkl. 3 Wochen Auto nebst Trailer parken. Besser geht nicht. Der Hafen liegt genau gegen an aber durch den davor aufragenden bewaldeten Hügel windgeschützt. War eine gute Wahl. Der Anleger neben einer Dufour Performance klappte dank der Hilfe der Eigner prima. Angekommen! Die Batterien zeigten 13.5V an. Niemals! Die Anzeige ist wohl streng digital.

Turmpeter und Marlies legen in Schleimünde an und bleiben dort über Nacht.

Emma meets Emma

Wir sind in Kappeln mit Yvonne & Dirk verabredet. Die Eigner unserer früheren Wilden Ente die nun Wilde Emma heißt. Sie sind zur fast selben Zeit an der Ostsee mit Stützpunkt Damp von wo sie Tagestouren mit der schönen Wilden Emma unternehmen.

Eigentlich war der Plan beim Fisch Stark in Kappeln am Stadthafen anzulegen und sich mal was Leckeres ans Boot bringen zu lassen. Doch musste ich gestern mit Erschrecken hören, den gibt’s nicht mehr. Hat dank Behörden Willkür dichtgemacht. Liebe Stadt Kappeln: Eigentlich war und ist das der einzige Grund gewesen für uns bei euch anzulegen. In Zukunft nun eben nicht mehr.

Wir treffen uns und die Begrüßung ist schön. Da muss man an die Ostsee kommen, um sich wieder zu sehen. Ab zum Essen denn ich habe einen Bärenhunger. Wir essen im „Landgang“, das Restaurant beim ASC Kappeln. Tolle Inneneinrichtung und wirklich leckeres Essen nebst einer lockeren und netten Bedienung. Da kommt eine SMS rein. Ariane und Michael sind ebenfalls in Kappeln bzw. in Gelting, haben einen Mietwagen und fragen, ob man sich noch auf ein Glas Wein trifft. Na logo! Bei uns an Bord. Wir haben ja zumindest Platz unter Deck und so fahren wir zu viert Richtung Grauhöft und gehen an Bord der 349er. Den Begriff „jeanneuse“ hat Dirk übrigens geprägt. Er ist viel auf Charterschiffen unterwegs und seine Erfahrung trifft in unserem Boot auf absolute Bestätigung. Wir haben ja den Plan uns in absehbarer Zeit ein größeres Boot zuzulegen auf dem man dann auch ein wenig „um die Welt“ schippern kann. Eine Jeanneau 410 war auch auf der Liste. Mit dieser Erfahrung was die Ausbauqualität anbelangt – definitiv gestrichen!

Ariane und Michael kommen an und bringen ihren Hund Rieke mit. Ein Traum von folgsamem Hund und dabei, für einen Labrador, sehr agil, gelenkig und sportlich. Sie geht über den Bugkorb an Deck als ob das so ganz normal sei. Tippelt die steilen Stufen unter Deck und legt sich sogleich unter den Tisch als sei das schon immer ihr Platz gewesen. Ein schönes Gefühl so ein Fell an den Beinen zu spüren und einfach mal unterm Tisch ordentlich zu kraulen.

Wir sitzen noch ein Weilchen und verabschieden uns dann von den Fünfen. Ariane und Michael liegen mit ihrem Boot, der „Anne-Ma“ in Gelting, unserem Ziel für den morgigen Tag.

Kappeln nach Gelting – 23 SM

Am Morgen werden wir von der Sonne geweckt und haben einen schönen Blick auf die Schlei.

Wir legen unter Motor bei Henningsen & Steckmest ab. Der Hafen ist absolut empfehlenswert. Saubere und schöne Sanitäranlagen, Werftflair, nette Leute und gute Lage. Jederzeit wieder! Ach ja, die vielen Scalar Yachten die dort liegen – ein Traum! Sich das bauen zu lassen. Außen klassisch und unter Deck etwas moderner. Kein Problem laut dem Junior! Wir beschließen uns die Scalar 34, die ab kommendem Jahr in der Vercharterung ist vielleicht einmal für eine Woche zu chartern und dann …..

Die Schlei bei achterlichem Wind hinaufgesegelt und nach der Anteuerungstonne Kurs Nord gelegt und auf halbem Wind einen weiteren Traum-Segeltag erlebt. 3-4 Bft. aus WSW einen relativ kurzen Schlag nach Gelting. Die Küste zog an uns vorbei und auch hier fiel die Elektronik nun nach bereits 2,5 Stunden aus. Was solls, Ich hab die Karte der Geltinger Bucht vor mir. Ohne Lot ist das schon komisch in die recht enge Einfahrt einzufahren. Und es kam was kommen musste. In der Einfahrt habe ich eine grüne Tonne kurz übersehen bzw. ging spiegelverkehrt vor und wir saßen leicht im Schlick. Nicht schlimm, ein paar Minuten später waren wir wieder frei und liefen in den Hafen ein.

Wir sahen die „Anne-Ma“ an backbord doch die Boxen waren viel zu groß und so zogen wir ein Stück weiter zu den 3,80 breiten Boxen. In die Gasse, Box ausgesucht, wieder raus, rückwärts rein und gegen den Wind voraus angelegt. Perfekt! Wieder ein gutes Gefühl! Anja wird, wie ich, immer routinierter mit der Charterbratze.

Wir gehen zur Anne-Ma und da kommt uns auch Rieke nebst Anhang bereits entgegen. Wir müssen aber erst in die Dusche bevor wir an Kaffee und Kuchen denken können. Gesagt getan und frisch geduscht und angezogen erstmal einen Spaziergang am Uferweg. Schöne saftige Wiesen, ganz das Gegenteil als die Wiesen zu Hause. Freundlich blickende Kühe und in der Ferne schaut es aus als ob ein Wetter aufziehe. Das blieb aber auf der dänischen Seite genauso wie das riesige Kriegsschiff, das wir in der Ferne ausmachten und in Richtung Flensburg unterwegs zu sein schien.

Wir verabredeten uns für ein Abendessen zum Abschied und haben im „Sonne & Mehr“ sehr gut gegessen und dank Arianes Weinempfehlung auch gut getrunken.

Die Nacht ist ruhig und wir freuen uns irgendwie auf die morgige Ankunft in Flensburg.

Gelting nach Flensburg – 24 SM

Morgens kurze Katzenwäsche und uns von der Crew der „Anne-Ma“ verabschiedet. Schön wars, nette Menschen zu treffen und eh alles drum herum. Fast alles eben.

Wir laufen recht spät aus und haben auf halbem Wind mit 4 Bft. Guten Speed. Ein Stück weiter sehen wir wie es einige Boote legt und wir beschließen ins 1. Reff zu reffen. Das war gut! Der Wind ging schnell auf 5-6 Bft hoch und wir segelten mittlerweile hart am Wind in Richtung Flensburg. Am Wind machen diese Lappen (Segel) echt noch weniger Spaß als vor dem Wind. Die Genua und ihr Achterliek mit ihrem fixen Holepunkt schlackert wie ein Hundeschwanz. Dichter geht’s auch nicht, der Palstek ist am Holepunkt. Ich versuche die achterliche Liekleine zu trimmen aber es gibt nur Wackel oder Kralle. Komplett abgerockt!

Auf der Höhe Bockholm schlief der Wind komplett ein. Alle außer uns wussten wohl was da kommt. Sie bargen die Genuas und Motor an bis zur nordöstlichen Spitze des Naturschutzgebietes Holnis. Da lagen sie bereits alle schief bis platt auf dem Wasser.

Wir haben nur noch das Groß im 2. Reff oben als wir um „die Ecke“ bogen um auf halbem bis am Wind Kurs wieder zu segeln als wir voll auf die Fresse bekamen. Dafür ist sie wohl bekannt die Flensburger Förde. Wir nahmen die Genua auf vielleicht 50% und jetteten Flensburg entgegen als ein ziemlich großes, schnelles Regattafeld auf uns zuraste. Wir hätten hier bereits kreuzen müssen. Das mit der schwergängigen Mechanik? Segel bergen und weiter unter Motor.

Die Entscheidung war gut. Das war auch unsere längste Motorstrecke und wir motorten drei Stunden gegenan. Eine steile Welle und 32 Knoten TWS. Dank Motor hatten wir die Geräte auch wieder. Das hat keine Spaß gemacht und ich hätte nach der halben Strecke gerne die Segel nochmal hochgenommen, konnte Anjas Wunsch aber verstehen, jetzt keine Hektik mehr wir sind gleich da.

Vor dem Anlaufen des Vercharterers im Niro Petersen Hafen mussten wir noch tanken und den Fäkaltank entleeren. Der war randvoll mit Süßwasser. Wir haben die Toilette vielleicht 2 oder 3 x benutzt. Der Rest war Wasser, mit dem wir immer wieder die Seetoilette spülten, damit der penetrante Geruch verschwindet. Tat er auch. Der Tipp von Ariane und Michael war Gold wert. Nur das das Auslassventil des Bootes defekt oder verstopft war.

Da es nur Süßwasser und ein klein wenig Pippi war, wollten wir den Tank auf See entleeren. Pustekuchen. Und so gingen wir erstmal tanken.

An der Tanke war ordentlich was los. Alle Charterer irgendwie zur selben Zeit. Ein Boot legt ab, das zweite rückt nach und die Lücke legt man eben erstmal proforma an. Mit dem Bug an eine Klampe heranfahren, belegen und dann Ruder legen und rückwärts eindampfen. Das Heck geht langsam aber stetig an den Steg und man passt genau in die Lücke. Gut das wir Anfang des Jahres beim Skippertraining waren. Das Manöver hatten die beiden Jungs am Steg auch noch nie gesehen. Der hintere wollte ständig die Leine entgegennehmen. „Neneee, brauchste nicht, alles gut!“. Boot dann einen Platz nach vorn verholt und 25 Liter getankt. Ich fand das viel aber die Fahrt durch die Flensburger Förde mit meist 2500 Touren gegen an  haben eben Sprit gekostet.

Und dann suchten wir die Fäkaltank Absaugstation. Wir haben den gesamten Hafen abgefahren und mehrere nach der Pumpe gefragt. Keiner hat es gewusst. Wie überhaupt, warum zeichnet man das nicht in die Karten ein und warum gibt es so wenige davon? Weil alle ihre Scheiße in die Ostsee lassen. Ich finde das alles andere als gute Seemannschaft!

Letztendlich geben wir auf und akzeptieren, dass wir unter Umständen dafür bezahlen müssen.

Beim Vercharterer angelegt, Boot aufklariert und nach der Absaugstation gefragt. Er musste dort anrufen. Die steht wohl oben am Mastkran. Ja, da ist kein Wegweiser dran. Danke! Warum wir den Tank nicht in die Ostsee entleert hätten wie es alle machen? Naja, weil das Ventil nicht geht. Ich erkläre noch das sich im Tank, zumindest von uns keine Shiet befindet hege aber den Verdacht, der Tank war bei Übernahme sicherlich nicht leer. Der arme Taucher!

Wir räumen fast alles in Lichtgeschwindigkeit in den Wagen und gehen nach Flensburg essen. Erst, nachdem der Laden der Wahl nichts mehr freihatte und an anderen Locations Schlangen bis auf die Straße ragten, gingen wir in das Reiskorn, ein Sushiladen. Was da kam, kann man in den Google Bewertungen lesen. Also die Bewertung vom 14.09.18 mit einem Stern (weil ohne Stern geht nicht). Wir waren nach 10 Minuten wieder draußen und gingen zu Piet Henningsen. War echt gut. Kann man noch besser machen aber wir waren zufrieden und unser letzter Abend am Ende doch noch gelungen.

Übergabe

Ich ging ins Büro und meldete unseren Kahn bereit zur Übergabe. 10 Minuten später war Dirk da und nahm alles auf inklusive der gröbsten Mängel. Er wundert sich über unsere sehr niedrige Anzahl an Motorstunden und schaut auf den Tankbeleg nebst Logbuch. „Oh, ihr seid ja gesegelt!“ Wir lachen beide.

Die Sidestory dazu: Am ersten Tag nahm neben uns eine dreiköpfige Männercrew eine 40er Bavaria entgegen. Kurz darauf standen ca. 8 Paletten Astra Bier daneben. Der Stationschef sagt noch „das schaut doch voll unseriös aus!“ Ich entgegne „man(n) braucht ja Ballast!“. Die Crew hat sich nach dem Einladen erstmal je eine Dose genehmigt. Beim Auslaufen kurz darauf dann eine nächste Dose pro Kopf. Okay, den Bootsnamen merke ich mir erstmal. Wir segelten dann kurze Zeit später an ihnen, nach ca. 8 SM noch immer unter Motor, an ihnen vorbei. Und ratet mal was sie in der Hand hatten. Ich hätte mich über eine Alkoholkontrolle gefreut.

Gaspauschale bezahlt und vorgeschlagen das gegen meine Eigenleistung (Reparatur Wasserhahn usw.) zu verrechnen. Nein geht nicht aber wir könnten einen Gutschein haben. Danke nein! Verwunderte Blicke….. ja wollt ihr denn nicht mehr bei uns chartern? Eine Millisekunde später kam mein „Nein“. Die Minen verdunkelten sich. Und obwohl das nicht der Grund ist, entgegnete ich, wir haben ja ein eigenes Boot das eben gerade kaputt ist. Unwissendes Lächeln kam uns entgegen und wir gingen!

Autobahn und am Abend zu Hause. Alles ausgeladen und verstaut. Frieda abgeholt und ihr einen schönen Knochen zur Begrüßung gegeben.

Alles ist gut!

So im Nachhinein war es, zumindest während der Segeltage ein schöner aber leider viel zu kurzer Urlaub. Emma war ein tolles Schiff, das leider viel zu wenig Pflege erfahren durfte was sehr sehr schade ist. Chartern nie wieder bei dieser Firma und Höhenbegrenzungen ab sofort mehr als beachten. Wir haben tolle hilfsbereite und liebe Menschen kennenlernen dürfen, schöne Erlebnisse in den Häfen und Städten gehabt und am Ende kam dann auch noch das ok der Versicherung, die den Schaden an Linguini übernimmt.

Alles wird gut!

Am Ende haben wir 265 gesegelte Meilen und insgesamt 8.5 Motorstunden ohne das Abschleppen durch Ulrik.

Ja und ganz am Ende noch eine visuelle Zusammenfassung vom großen Ganzen.

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Urlauberfischereischein

Angeln in der Ostsee! Urlauberfischereischein!

Mit dem Segelboot über die Ostsee, nach Dänemark und vielleicht sogar bis in schwedische Gewässer. Da kann schon der Gedanke nach Angeln aufkommen. Angeln vom Boot aus ist eine ganz spezielle Herausforderung. Ich hab mich über verschiedene Seiten im Netz, über Foren aber auch über die gute alte Fachliteratur anleiten lassen. Allem voraus, ich habe keinen Fischereischein wie die Bezeichnung des vormaligen Angelscheins heute lautet.

Angeln im Salzwasser geht auch ohne einen „Schein“? Nicht ganz!

Urlauberfischereischein in Schleswig-Holstein

Die Erlaubnis ist in den beiden an die Ostsee angrenzenden Bundesländern unterschiedlich. Da wir uns in Deutschland nur im Bereich der Schleswig-Holsteinischen Gewässern tummeln werden, ist für mich nur der dort notwendige Schein interessant.

Unter https://www.schleswig-holstein.de gibt es eine Fülle an Verknüpfungen zum Thema Fischereischein / Urlauberfischereischein. Kommt man über ein Suchergebnis an eine der Seiten, dann ist die Struktur der Seite teils eine echte Katastrophe. Viele Fehler und ein echter Irrgarten.

Hier eine Anleitung um schnell an den Schein zu kommen:

  • Öffne das Serviceportal
  • Registriere Dich über die Registrierung
  • Erst nach erfolgreicher Registrierung sieht man, wenn man auf der Seite die Option den Urlauberfischereischein zu erwerben oder zu verlängern. Über „Erstausstellung im laufenden Kalenderjahr“ habe ich dann den „Schein“ ausstellen lassen.

Neuer Urlauberfischereischein macht 20 Euro für einen Monat.

Wichtig sind die Informationen des Merkblattes, welches man als Angler in jedem Fall beachten muss! Dokumenten Link

Nicht zuletzt um den geangelten Fischen ihre letzte Minute so schonend, schmerzlos und so schnell wie möglich zu gestalten.

Angelschein in Dänemark

Das geht hier wesentlich schneller, direkter und überhaupt, warum so ein Brimborium um die Ausstellung des Geldmacher-Scheins? Und in Dänemark heißt der Angelschein noch Angelschein. Danke dafür!

Der Link ist https://www.fisketegn.dk. Man wählt die Sprache so fern diese nicht über das Browsersetting eh bereits passt und kann sich dann zwischen zwei Varianten entscheiden. Der Hobby-Angelschein oder der Angelschein. Hobby ist alles was keine Angel zum Angeln braucht (komische Logik). Also mit dem Kescher, mit einem Netz etc. Sobald man mit einer Angel angelt benötigt man den Angelschein (ohne Hobby).

Draufklicken, ausfüllen und bezahlen. Easy! Die Jahreskarte ist nur knapp teurer als die Wochenkarte – Geldmacherei erster Güte und so kaufe ich eine Jahreskarte, weil die billiger ist als zwei Wochenkarten. Wer statt Bequemlichkeit lieber ein paar Euro spart, kann sich die Karte ja auch jeweils kurz vor dem Angeln per Internet ordern.

Angeln vom Segelboot aus

Wenn man mit dem Segelboot unterwegs ist, gelten etwas andere Regeln als zum Beispiel mit einem Motorboot. In der Regel hab ich Krängung und sollte eher auf der Lee Seite angeln, wenn die Krängung nicht zu heftig ist. Weniger Abstand zum Wasser macht das Bergen eines Fisches an der Angel einfacher. Aber, wir haben an Backbord den Außenborder montiert und somit ist Angeln für uns eher auf der Steuerbordseite angesagt. Hier ist genug Platz um den Fisch ordnungsgemäß (Fachjargon: weidgerecht) zu bergen ohne das sich irgendwas verhäddert oder sonst wie im Weg ist.

Ein Angelrutenhalter ist Pflicht. Man nimmt die Angel nur beim Einholen oder Ausbringen in die Hand. Das wäre sonst echt zu stressig während des Segelns.

Wenn es die Zeit und die Lust erlaubt, dann ist natürlich auch ein Schleppangeln ohne Segeln möglich. Mit dem leisen Elektromotor unten dran auch gut machbar. Ohne Fahrt angeln, dafür bin ich Köder- und Schwimmertechnisch nicht vorbereitet aber wer weiß was es alles in den Häfen an Zubehör gibt.

Welche Fische, welche Köder?

Ab da beginnt wahrscheinlich ein Glaubenskrieg. Ich hatte zur Auswahl des Equipments in mehreren Anglerforum „geforscht“ und zum Glück war ich nicht der Erste mit ähnlichem Begehr. Am Ende wurde es eine 1.60 Meter lange Penrute im Set, ausgelegt auf den Raubfisch in der Ostsee. Dazu habe ich ein Set an diversen Wobblern, Blinkern und wie die Dinger sonst heißen erworben, immer einem oder einem Anderen folgend der diesen „Köder“ als heilbringend beschworen hatte. Es kommt darauf an, dass der Köder bei der entsprechenden Geschwindigkeit, 4 km/h scheinen als Ideal angesehen zu werden, dem richtigen Gewicht und die richtige Form hat um in der richtigen Tiefe (5-8 Meter)  zu schwimmen und dem Fisch als leckere Delikatesse erscheint. Auge um Auge!

So bin ich nun in der Lage den Fisch zu angeln, mit meinem Klappkescher an Bord zu holen und dann?

Betäuben und töten

Klingt brachial, ist es auch. Nun wird der ein oder die andere sagen „Hey, ihr seid doch Vegetarier“. Im Kern trifft es das. Hier ist es aber meine eigene Verantwortung ein Raubtier aus dem Kreislauf zu nehmen, es mit größtem Respekt zu behandeln und deshalb schnell und stressarm zu töten bevor es ein größerer Raubfisch oder ein Trawler, auf wesentlich uncharmantere Art unter Wasser tut. Die Entscheidung kein Fleisch oder Fisch zu essen beruht auf der Tatsache, dass man es in den seltensten Fällen im Griff hat zu wissen, dass das Tier ein sehr gutes Leben hatte und einen schnellen, am besten unvorhersehbaren Tod bekam. Einzig Demeter Höfe (z.B. der Riedenhof Mainhardt) die auf oder nahe der Weide töten oder der Uria Hof sind hier für mich eine Ausnahme. Hier wird Fleisch oft als Notwendigkeit der Milchproduktion gesehen und die männlichen Kälber eben nach einem meist doppelt so langen Leben das ziemlich artgerecht gestaltet wird. Oder die BESH, obgleich hier lediglich die Eichelmast Schweine ein wirklich schweinisches Leben führen dürfen. Der Rest ist für mich eher Massentierhaltungs-Marketing.

Aber genug davon.  Der Fisch wird vor dem Töten betäubt damit er das Töten nicht mitbekommt. Betäuben geht mit einem kräftigen Schlag mit zum Beispiel einem Rohr oder Rundholz ein Stück hinter den Augen auf das Nachhirn. Die Winschkurbel ist hier genau richtig. Der Fisch zeigt eine erfolgreiche Betäubung mit einem Zittern an und den Augen, die sich nicht mehr bewegen und beim unbetäubten Fisch idR nach unten gerichtet sind.

Ist der Fisch betäubt, durchtrennt man ihn hinter den Kiemen oder durch einen Herzstich. Der Herzstich findet mittig zwischen den vorderen Flossen statt. Der Fisch blutet in beiden Fällen aus. So lange muss die Betäubung anhalten.

Die ganze Sauerei findet auf dem Deck statt. Dazu haben wir ein quadratisches Faltbecken angeschafft zum Spülen aber eben auch für das Töten und ausnehmen des Fisches. Ist der Fisch ausgenommen, wird er filetiert und wandert in einem Behälter in die Kühlbox. Beim Kabeljau, ähm sorry beim Dorsch, sollte der Fisch sogar mindestens einen 1/2 Tag im Kühler liegen, sonst fällt er beim Braten sofort auseinander.

Ein Dorsch ist übrigens ein nicht geschlechtsreifer Kabeljau. Auf der Ostsee sagt man jedoch zu Kabeljau jeden Alters Dorsch, wahrscheinlich um sich vom 0815 Captain Iglo Fisch zu unterscheiden. Kabeljau ist in den allermeisten Fertiggerichten enthalten, außer es wurde mit Tilapia gepanscht (oder Pferdefleisch) :-).

Wie ich das hier schreibe überlege ich mir ob ich wirklich angeln will auch, wenn ich bereits den Urlauberfischereischein habe. Kann man den zurückgeben?

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Aussenborder Halterung

Aussenborder Halterung am Trailer

EDIT: Die platte war ein wenig zu kurz, die Hebelschrauben waren verklemmt. Neues Brett neues Glück.

Die Außenborder Halterung am Trailer ist endlich angebaut. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, gar einen Schlosser beauftragt, der allerdings nie hinterherkam. So konnte ich dann bei AO Handel GmbH einen Ersatzradhalter zweckentfremden. Passt perfekt für die Motorplatte, die ich aus zwei Multiplexplatten zusammengeleimt habe, eine Kunststoffleiste als Regenschutz oben. Mit zwei Winkeln wird das Ganze an eine Traverse geklemmt. Die Schutzleiste aufgeklebt und das ganze geölt. Die Außenbordhalterung kommt ja selten mit Witterung in Berührung.

Warum am Trailer? Weil ich das Boot aus dem Wasser auf den Trailer hole. Dann müsste ich den Motor in 2 Meter Höhe anmontieren. Ich mach das lieber wenn das Boot im Wasser ist. Dazu kommt, ich hab noch Stützlast über :-). Und Gewicht immer nach unten!

Aussenborder Halterung
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Training für den Skipper und die Skipperin

So schaut ein Track eines 2-Tages Skippertrainings aus.

Der geneigte Leser wird feststellen, gesegelt sind die nicht. Das war auch nicht auf dem Plan, also zumindest nicht auf Skippers Plan. Hafentraining bis die Mutti kommt. Anleger die vor allem in speziellen Situationen Erleichterung bringen.

Meine Frau war nebenan auf der Fuchur, dem „Drachen“ aus der unendlichen Geschichte. Nein, keine Analogie zum Frauen Skippertraining! Nein!

Die Crew der Pim – Joern, Peter, Sebastian, Walter der eigentlich Herbert heißt und ich. Nicht zu vergessen, Rainer unser Trainer, ein DSV Prüfer der die Ruhe weghatte. Crew war angenehm und recht homogen.

Unser Boot, eine Bavaria 38 aus einem Jahr als die Pötte noch einigermaßen ordentlich gebaut wurden. Leider in einem miserablen Pflegezustand bis hin zu sicherheitsrelevanten Defekten die sicherlich bekannt waren. Wir hatten leider nicht ins Logbuch geschaut.

Das in mindestens einen der Schränke der Bugkabine, in der ich mit Peter einzog, schon irgendwann mal eine/r in den Schrank gebrochen haben muss, hat den Aufenthalt nicht angenehmer gemacht. Nicht sauber, nicht gepflegt, der Gashebel hat massiv gehakt und geklemmt, war teils nur mit wirklicher Gewalt zu bedienen. Aber, wer damit klarkommt ist bestens vorbereitet könnte der Schelm nun verlauten lassen. Von daher…. am Heck standen zwei M8 Gewindestagen 3-4 cm aus dem Gelcoat. Wer da beim MOB oder beim einfachen Bade hängenbleibt, der wird sich wirklich ernste Verletzungen zuziehen. Damit hat sich der Veranstalter Sailing-Island zumindest bei mir disqualifiziert. Und am Ende hatten wir dann auch unser MOB, doch dazu später.

Unser „Mädekensschiff“, die Fuchur, auf dem neben meiner Frau auch Joerns Frau trainierte, war eine Bavaria 36 neueren Baujahrs. Deren Schränke bzw. deren Öffnungsdrücker klemmen, lassen sich nur schwer bedienen. Alle! You get what you pay for – Bavaria sind echte Billigprodukte, es wundert nicht, dass der extreme Discounteransatz „am Ende“ zum Insolvenzantrag vor wenigen Tagen führte.

Als Trainingsboote perfekt, was willste denn da noch…..

Unseren Trainer Rainer fand ich klasse. Hat die ein oder andere Seemeile auf dem Buckel, ist wie bereits erwähnt durch wenig aus der Ruhe zu bringen und hat uns in den 2 Tagen Training so einiges gezeigt. Obgleich manche der Anleger langweilten, wenn 5 Aspiranten das jeweils x mal durchexerzierten. In Fleisch und Blut geht das in 2 Tagen eh nicht. Wichtig ist sicher, jedes Manöver sollte jeder mal gesehen haben. Ob man manche wirklich selbst fahren muss? Ansichtssache. Für mich wird der nächste Charter erst in 2019 sein. Bis dorthin …….. ich mal mir Skizzen um nicht zu vergessen. Aber alles gut. Wir haben Manöver gezeigt bekommen und sind diese gefahren bei denen andere Crews bedächtig am Steg standen und Anlegen 2.0 erfuhren 🙂 im Vergleich mit anderen Booten die zur selben Zeit Hafentrainings durchführten, ging es bei uns ruhig, meist gut kontrolliert zu und auch im Fehlerfall war Panik das letzte an das wir dachten. Rainer hatte uns im Griff und wir folgten ihm.

Wir hatten dann in der letzten Stunde des zweiten Tages noch ein rückwärts Manöver in eine Box, das uns Rainer erstmal zeigte. Er war relativ flott in die Box gefahren und hatte dann am eigenen Leib erfahren dürfen was dieser besch…. Fahrhebel für Auswirkungen haben kann. Er wollte aufstoppen, Fahrhebel klemmt und die PIM „wrumst“ volle Kanne in die Box. Peter der achtern steuerbord mit der Leine stand kam nicht mehr zum Leine werfen und hat stattdessen geschaut, dass er seinen Flug so gut es geht abfängt. Er hing am Steg mit den Beinen im Wasser und versuchte sich hochzuziehen. Sebastian und ich zogen ihn raus und Glück im Unglück nur einige Schrammen die wieder verheilen werden. Wäre er hier auf die überstehenden Gewindestangen gefallen….Prost Mahlzeit.

Liebe Leute von Sailing Island – ihr seid gefragt!

Der Außenhafen von Stavoren ist nicht sehr attraktiv, aber saubere Sanitäranlagen und alles was man so braucht. Essen in Stavoren war nicht wirklich gut. Am besten war noch die Imbissbude an der Schleuse. Den von „Segelalex“ empfohlenen Schotten besuchten wir nicht, weil laut Trainer anscheinend zu hochpreisig? Aber ich war am Abend jeweils eh voll platt und von daher war es erträglich. Bei strahlendem Sonnenschein 2 Tage auf dem Boot ohne Segeln, das plättet. Wir waren auch die ersten die ablegten und die letzten die wieder zurückkamen, obwohl wir nie wirklich weg waren 🙂 ein echter Schleifer der Rainer 🙂 Ich meine, man hätte bei den Bedingungen die letzten 2 Stunden am Abend, die zumindest für mich weniger produktiv waren, weglassen können. Ich meine auch , nicht nur ich war am Ende nicht mehr wirklich aufnahmefähig. Aber das Programm haben wir durchgezogen. Rainer fragte ob wir Feierabend machen wollen doch unser Seglerstolz ließ das natürlich nicht zu 😉

Unsere Bavaria war (siehe Bild) PIM.

„Unsere“ Frauen durften am zweiten Tag segeln und laut meiner Frau war das Frauen Skipper Training, zumindest für sie, eine wirkliche Bereicherung und hat Spaß gemacht.

Die Manöver kann ich alle nicht so wiedergeben. Aber eins als  Beispiel.

Anlegen bei Wind aus Stegrichtung in eine eigentlich zu kleine Lücke

Wenn man eine zu kleine Lücke anfährt, dann bekommt meist mindestens ein Eigner, sofern er an Bord ist, Herzrasen. So war das auch bei unseren Trainingdurchgängen am Steg.

Ich hab da mal Bildchen gemacht.

Die Ausgangslage ist wie gesagt eine zu kleine Lücke. Normalerweise nimmt man die nicht.


Rückwärts an den Steg auf minimale Entfernung zum hinteren Boot. So weit ran das der wahrscheinlich am Bug stehende Eigner sichtbare Schweißausbrüche erleidet. Nein, Sicherheitsabstand muss natürlich auch hier sein. Aber wenn ein Zuschauer nicht weiß, was man vorhat, dann wird er sicherlich durchaus nervös.


Ruder hart Steuerbord. Also entgegengesetzt zur eigentlichen Richtung. Motor Fahrt voraus und das nicht zu zaghaft aber auch nicht auf den Tisch den Hebel, sondern der Windsituation angepasst. Der Bug muss sich langsam in Richtung Steg bewegen.


Weiter so ….


Bis das Boot parallel zum Steg liegt und man die Vorleine ausbringen kann. So im Nachhinein ist meine Zeichnung am Heck ein klein wenig zu nah an das dahinterliegende Boot gezeichnet. Also besser erstmal ohne Nachbar übern und einschätzen :-). Aber ein super einfaches, sicheres und unaufgeregtes Manöver. Auch wenn der erfahrene Seebär nun sagen mag „pillepalle“, für mich das Manöver des Wochenendes! Geht logischerweise auch über den Bug.


Um aus der Lücke bei entgegengesetztem Wind, also zum Steg hin wieder herauszukommen, legt man die Achterleine auf die vom Steg abgewandte Klampe, verkürzt diese etwas, gibt moderat Gas, Ruder nach Backbord und löst die Vorleine. Genauso langsam schwenken wie beim Anlegen. Wenn der Bug durch den Wind ist die Achterleine lösen.

So schaut die Ausgangslage aus. Der Rest sollte klar sein. Die eingezeichneten Fender werden eigentlich nicht gebraucht, just in case.


Die weiteren Manöver werde ich verlinken, sobald ich die entsprechenden Videos oder Bilder gefunden habe.

Zum Abschluss haben wir uns Sonntag Abend dann noch mit Alex in einem leckeren Restaurant getroffen und Trainings – Seemannsgarn ausgetauscht. Der Ausklang auf seinem Boot bei Whiskey und Bier. Das nächste Training, sofern überhaupt, sicher nicht mehr auf diesen Booten aber gerne mit demselben Trainer.

Montag gut gefrühstückt im wirklich zu empfehlenden Hotel Galamadammen Hotel Jachthavens und über Den Helder und die Tulpenfelder nach Hause gefahren. Und dabei endlich die richtige Kamera rausgeholt. Die Trainingsbilder mit dem Smartphone sind größtenteils leider zu schlecht in der Qualität als das ich sie hier zeigen mag.

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Kappeln Ahoi! Segeln 2018

Kappeln war ja unser zweiter Plan um Linguini ins Wasser zu bringen. Nur wer krant an einem Samstag? Modersitzki war eine Empfehlung von Turmpeter, aber leider haben die eine geregelte Arbeitswoche was ihnen natürlich gegönnt sei. Frau Modersitzki hat mir aber gleich freundlicherweise Henningsen & Steckmest in Kappeln empfohlen. Und die kranen auch am Wochenende. Supi! Somit ist unser Anreiseplan gebongt und wir kommen Samstag Vormittag ins Wasser, sonntags zum Probeschlag und Test von allem und Montag früh gehts dann Rund Ostsee!

Schlei Mündung Sonnenuntergang


Aber, das allerbeste ist, wenn wir mal die Preise in Italien vergleichen, kostet das Kranen etc. nur einen Bruchteil dessen, was wir in Italien bezahlen hätten müssen. Weniger als 10%!

Henningsen & Steckmest machen ein All-Inklusive Angebot

All inclusive für Segler…*

2 x Kran, 2 x Mastkrannutzung, 2 x übernachten, 4 Duschmarken, Stellplatz für Auto und Trailer:

165,00 €

Das ist sehr attraktiv und wir sparen um, wer weiß, vielleicht so eine individuell gestaltete Scalar Yacht …….. hätte was 🙂 Also für in ein paar Jahren.

Und BTW: Linguini ist wieder im Wasser. Mast stellen war dieses Jahr super einfach. Zu zweit mit Mastkran. Einfach die Schlinge einen Meter höher und alle Leinen doppelt geprüft. Hochgekurbelt, Wanten angesetzt, Vorstag…. perfekt. Ohne irgend ein Problem. So macht das Spaß 🙂

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Watt N WattenMeer

Zurück vom Wattenmeer.

Jetzt liege ich auf dem Bett in unserem Amsterdamer Urlaubs-Hausboot und warte bis meine Frau eingeflogen kommt. Der Segeltörn durch das Wattenmeer und die Nordsee ist beendet und ich bin einigermaßen erschlagen. Hab mir grade den Wecker gestellt damit ich nicht verschlafe und meine Frau auf dem Flughafen steht.

Vor genau einer Woche ging es los. Nach einer recht üppigen Anreise mit dem Wagen nach Amsterdam, bog ich bei Waterland ein und da stand auch schon Alex von der Yacht. Ein schnelles „Hallo“ und geschaut das ich den Wagen parken kann.

Im Büro geht es dann gleich an die Kaution und kaum umgedreht war ich an Bord der Stern.

Die Stern ist ein 38 Füßer von Dehler. An Bord ging mit mir Wolfgang und wir kaperten gleich mal die Bugkoje. Gerade das Gepäck grob verstaut kamen Karin und Stefan, ein waschechter Österreicher aus der Wachau und Karin als Wahl-Wachauerin. Es war gleich klar, die beiden brauchen die Bugkabine. Groß und kräftig, das wäre in der Achterkabine nicht gegangen. Auf dem Schiff geht Seemannschaft mit der Aufteilung nach Körpermaßen einher. Die zweite Achterkabine wurde von Michael in Beschlag genommen. Eine Einzelbelegung.

Wattenmeer

Rauuuum!

Beim Einräumen war schnell klar das dieses Boot kein Raumwunder ist. Das klassische, Tags Taschen in die Koje und nachts in den Salon war zumindest für unsere Koje Pflicht. Zum Glück hab ich für das Wattenmeer nicht zu viel Klamotten eingepackt.

Nachdem das Boot klar war und Vincent von Waterland das Schiff erklärt hat, trafen sich alle im Café nebenan und Alex startete seinen Vortrag über den anstehenden Törn. Da ich mich vorbereitet hatte, war die gute Einweisung trotzdem eher etwas ermüdend nach der langen Autofahrt. Alex von der Zeitschrift Yacht und Vincent vom Vercharterer Waterland begleiteten die Flotille aus 5 Booten. 2 X-Yachts mit 37 und 40 Füßen sowie drei baugleiche Dehler 38. Das kann spannend werden.

Wir besprachen den Start und den Törn und die Crews gingen los um Proviant zu bunkern.

Wattenmeer-Proviant

Es ist eigentlich immer derselbe Ablauf. Ich halte mich erstmal zurück und schaue ob der Rest der Crew ähnliche Vorlieben hat. Wenn ja dann gut, wenn nein dann müsste ich eben intervenieren. Als Vegetarier (+ Muscheln) nicht immer ganz leicht aber am Ende hatten wir dann gefühlt für 2 Törns Proviant in den Wägen und fuhren zurück zum Bunkern.

Holland Food im Wattenmeer

Der erste Abend und das Essen war absolut ok. Bis zum Ende des Törns steigerte es sich und ich kann sagen das ich echt leckere Sachen gefunden habe. Salate waren immer extrem lecker angemacht, Pastas, Muscheln und immer leckere Fritten dazu. Generell ist die Art, Beilagen werden für alle auf den Tisch gestellt, klasse. Meist gibts auch nen Nachschlag.

Am Anreisetag ging es dann eher früher in die Koje. Die erste Nacht mit einem noch Fremden in einem engen (1,40) Bett ist wahrscheinlich immer unangenehm. War aber alles klasse. Wolfgang beherrscht den Schlaf der Mumien und so liegen zwei von der Sorte ruhig nebeneinander. Passt!

Aus dem Vorschiff werden wachauische Sägelieder angestimmt, weit genug weg und im immer währenden selben Rythmus :-). Stört nicht.

Wattenmeer – Tag 1 – 46 SM

Wir starten mit der allmorgendlichen Skipper Besprechung und Alex weist uns in die Route ein. Von Monnikendam ein für den ersten Tag sehr langer Schlag nach Makkum über die Enkhuizener Schleuse.

Kurs erster Tag Wattenmeer

Bei der Crewbesprechung äußere ich meinen Wunsch das Trimmen der Segel zu übernehmen was Anklang fand. Grundsätzlich hab ich mich erstmal zurückgehalten, man weiß ja nicht was die anderen Crewmitglieder für Schwerpunkte haben. Rudergänger bin ich gerne, wenn es um eine Regatta geht. Ansonsten ist der Job am Rad nicht so sehr prickelnd.

Wattenmeer – Die Stern legt ab!

Es geht endlich los und wir liegen längsseits, steuerbord des Steges. Skipper ist Michael und dreht ebenfalls das Rad. Ich schlage vor rückwärts abzulegen und mit einer ca. 260 Gard Drehung die Nase mit dem Wind in die Ausfahrt schieben zu lassen. „nenee, da fährt man vorwärts raus“, ist ja easy. Keine Spring oder sonstige nützlichen Hilfsmittel. Ich versuche nochmals einen Einwand zu platzieren, gehe dann aber auf meine Position.

Was dann kam erahnt der ein oder andere vielleicht bereits. Das Boot geht voraus, der Bug dreht in Richtung Ausfahrt aber der Wind arbeitet gegen den Bug. Die enge Marina wird nun zum Schauspiel wilder vor, zurück und immer mit Vollgas Episoden. Ein Rückwärtsmanöver endet fast kautionsgefährdend. Das Boot reagiert auch nicht mehr ordentlich da an der Stelle, der Kiel bereits mit Schlick zu kämpfen hat. Der Chef von Waterland springt beherzt an Bord und übernimmt das Ruder. Legt die Stern wieder auf Kurs und bemerkt ein Klackern beim Steuern.

Schicksal

Das war nun wirklich ein guter Schicksalszug. Wäre er nicht übergesprungen, dann hätten wir das wahrscheinlich, also wenn das Boot jemals aus der Marina gesteuert worden wäre :-), nicht als Makel erkannt.

Es hatte sich, wohl vom Einbau eines neuen Autopiloten, eine M10 Schraube gelöst (oder vergessen) und dadurch hatte sich das Rudergestänge leicht gelöst. Cheffe hat das in 1.5 Stunden repariert und wir konnten los.

Wir steuern hinaus aufs Markenmeer und nehmen Kurs zur Schleuse Enkhuizen. Der Wind eher schwach mit 8-9 Knoten, dafür gabs ordentlich Regen.

In der Schleuse wurde mein Einwand, leg nach achtern ab wiederholt nicht beachtet. Die Fender haben einen prima Job geleistet. Vorwärts ist wohl cool.

Der Kurs in Richtung Makkum war unspektakulär und wir waren mit fast 2 Stunden Verspätung dran. Und so laufen wir erst am späten Abend in den Hafen ein. Das Abendrot hat für den Regen entschädigt. Die anderen Crews haben mit dem Essen auf uns gewartet, was ich cool fand. Essen, trinken und Palaver. Ich schlafe fest und gut.

Wir hatten dennoch Spaß an Bord! Wolfgang dreht nun am Rad!

Tag 2 – Watt N Watt im Wattenmeer

Die morgendliche Besprechung war spannend, der erste Schlag ins Watt. Aufmerksam lauschen wir den Erläuterungen und nehmen die Berechnungen des letzten Tages zur Hand. Es ist früh, sehr früh. Vincent begleitet uns heute. Nicht zuletzt um alles zu checken, denn wir haben zudem noch einen teildefekten Plotter an Bord. Ich kenn die Raymarine Bedienung ganz gut, dieser E67 hat allerdings ne schwere Macke. Bootet bei machen Funktionen unerwartet und verliert seine Wegpunkte und die BTW Infos. Der Funk schweigt ebenfalls. Im Nachhinein denke ich, wir waren einfach nur zu doof. Man musste den Sprechknopf mit zwei Fingern tief und ungewohnt fest reindrücken. Das Setting auf ATIS verwirrte uns ebenfalls. Für die Niederlande ist alles innerhalb der Inseln Binnenfunkrevier. Hätte man auch sagen können.

Unser AIS Signal ist auf FindShip zu sehen. Doof nur, dass wir auf dem AIS / Plotter nichts angezeigt bekommen. Ich denke ein weiterer Defekt, der ziemlich blöd ist. Dann eben old fashioned per Ausguck und Feldstecher. Karin und Stefan haben ein Bresser Fernglas dabei, ein preiswertes wie Stefan sagt. Die Leistung finde ich wirklich sehr gut!

Schleusen und Brücken gab es beim Törn. Spannend!

Und so fuhren wir in Richtung Terschelling.

Wattenmeer – Tide und Me(e/h)r

Der Schlag nach Terschelling war durch den 2 Meter Tiefgang nicht ganz anspruchslos. Der Versuch mit auslaufender Tide in Richtung Nordsee zu segeln und bei kenternder Tiede Kurs Terschelling zu nehmen um nicht gegenan zu müssen hat funktioniert. Ist ja, wenn man den Tiden und Strom Kalender beachtet, die 12er Regel anwendet nicht soo schwer. Beim Berechnen war allerdings schnell klar, die 12erRegel kann nur eine Annäherung sein. Bei unserem Tiefgang ist doch eine gewisse Genauigkeit gefragt. Aber der HP33 und/oder die digitalen Infoseiten geben uns ein ausreichend großes Fenster. Ablegen! Anlegen! Regen, Wind und der ein oder andere sagte, er hätte die Sonne gesehen.

Terschelling ist ein nettes Inselchen und ein hübscher kleiner Ort den wir am Nachmittag  erkunden. Eigentlich wollte ich ein Fahrrad mieten aber meine Füße waren noch nicht an die neuen Segelstiefel gewohnt und so machte ich einen Gemütlichen.

Der Abend klang bei wieder einmal sehr leckerem Essen im Heksenketel (Hexenkessel) aus. Dank Google Übersetzungs App war die rein niederländische Karte zu dechiffrieren. Das Wort sehr scharf wurde wohl nur mit scharf übersetzt. Unsere Frau in der Crew bekam das mit scharfen Muscheln zu spüren. So ist das mit den digitalen Helferlein. Ich hatte ein Käsefondue von dem auch eine Kleinfamilie satt geworden wäre. Sehr lecker!

Zurück an Bord noch ne Runde Seemannsgarn bei Martini und Wein und ich falle wieder mal hundemüde in die Koje.

Der Trimm(er)

Segeltrimm plus Taktik und ein erfahrener Rudergänger. Das dürfte die Traumbesetzung sein. Für mich ist der Segeltrimm eine sehr spannende Sache die direkte Wirkung zeigt. Bei einem unbekannten Boot nebst Laminat Groß, war das für mich die größte Herausforderung. Dass man dabei die gesamte Zeit im Konzentrationsmodus unterwegs ist und durchaus auch ein paar Meter an Bord zurücklegt unterschätzt man. Bei Lage kommt dann noch etwas Spannung hinzu zum Bug zu tänzeln, um was auch immer zu richten. Das Beste, es hat meinem Rücken sehr gutgetan. Die ständige Balance zu halten trainiert ganz gut.

Was natürlich klasse ist, drei baugleiche Boote zeigen einem schnell, ob man gut oder eben nur mittelmäßig unterwegs ist. Was mir fehlte, war der erfahrene Rudergänger der jeden Windhauch spürt, voll konzentriert ist und das in zusätzlichen SOG umsetzt. Aber wie auch dazu muss man Boot und Revier kennen und eben viele viele Seemeilen und/oder Regatten hinter sich gebracht haben. Das hatten wir alle nicht.

Wattenmeer – Der Weg durchs Watt

Am 3. Tag Segeln ging es in einem kleinen Inselhüpfer rüber nach Vlieland. Tidentechnisch anspruchsvoll, leider nur ein kleiner Schlag aber bei unserem Tiefgang passt man sich eben an.

Seltsamerweise haben die Fähren hier recht wenige Probleme. Ziehen mit ihren über 4 Meter Tiefgang Kurse auf denen unsere Karten sagen lieber nicht. Die dürften ihr Revier jedoch kennen 🙂

Für das Weiß im Auge des Capitanos hat es dann doch nicht gereicht.

Ich merke aber das die ersten Tage bei Regen schon etwas in die Knochen ging und so kam das gelegen. Am Abend beschließen wir zu kochen. Ich hab mich als Gernekocher geoutet und es gibt Nudeln mit was der Kühler hergibt. War glaub ich ganz lecker. Wir testen die  Weine und geben den Ausgesperrten unseres Nachbarbootes Unterschlupf.

Wattenmeer – Skippers Day

Heute soll ich die Crew durch die Wogen führen. Eigentlich mag ich das nicht, weil ich weiß das mich Unkonzentriertheit und x mal dieselben Fehler mächtig nerven. Hab mich aber eh ganz gut zurückgehalten und so legen wir nach der Skipperbesprechung und Crewaufteilung ab. Alex ermahnte noch „in den Wolken kann ordentlich Musik drin sein!“

Als wir die Ansteuerung verließen, „klar zum Reffen“! Die Crew hatte noch nie ein Einleinen Reff genutzt. Ich mach das mit meinem Boot ja quasi ständig und so konnte ich zeigen, das geht kinderleicht. Zweimal geübt und gut. Und das war gut so!

In den Wolken ist Musik

Der Wind aus West nahm etwas zu und wir segelten mit rund 7 Knoten SOG an Vlieland vorbei. Weiter vorn sah ich andere Boote die Wasseroberfläche knutschen und keine 20 Sekunden später rauschte ein fetter Drücker rein und der Windmesser (TWS) stieg auf irgendwas mit einer 2 vorne an. Klar zum Reffen mit dem kleinen Zusatz „und diesmal zackich!“ veranlasste Wolfgang und Stefan ein exzellentes Reffmanöver am Wind hinzulegen. Die Stern bedankte sich mit etwas weniger Krängung und  ich merkte fast nicht, dass mir der mittlerweile eingesetzte Starkregen in den Kragen lief. Meine Kapuze war nicht richtig eingestellt und so klappte sie ständig weg.

Der Spuk hielt noch kurz an, noch ein zweiter kleiner Drücker und ab da wars eher mau. Wenig Wind, maximal 6 Knoten SOG. AVG eher 3-4 und die Nordseewelle von achtern Steuerbord / Luv über 5 Stunden. Üble Aufgabe für unsere Mägen. Ging nicht an allen spurlos vorbei.

Die letzten 2 Stunden entschlossen wir uns das Volvo zu setzen.

Meine Versuche die Wellen magenfreundlich zu nehmen waren hoffentlich erfolgreich, es sah allerdings nicht danach aus. Mir hat es nichts ausgemacht… auf Holz klopf! Der Segeltag war noch lang und wir liefen bei ordentlicher seitlicher Strömung in den Hafen ein. Boot ca. 30-40 Grad quer zur Fahrtrichtung und Motor auf Volllast. Einfahrt am Strömungspunkt passiert, gerade und rein. Passt. Hat viel Spaß gemacht!

Mein erstes Anlegemanöver und dann auch noch römisch katholisch mit der Dehler 38 klappte nicht aufs erste Mal. Aufgestoppt, nochmals mit etwas mehr Raum Abstand geschaffen und auf einen Satz rein. Ist ja auch nur ein Segelboot 🙂

Der Abend war entspannt aber der lange Tag zollte seinen Tribut. Lecker essen, gut schlafen.

Regatta 1X

Man könnte auch sagen Matchrace. Wir lagen nach dem Ablegen relativ gleichauf mit einer weiteren Dehler 38. Baugleich! Gemäß dem weltweit geltenden Modells, Wasser, 2 Segelboote, eine Regatta, verstanden beide Boote die Aufgabe und wir lieferten uns ein Kopf an Kopf Rennen.

Die Narwall, hinter uns, zog nach Luv und kam langsam immer weiter auf. Vor uns lag eine relativ breite Untiefe. Der geplante Kurs war in Lee an der Untiefe vorbei. Der bessere Kurs jedoch in Luv. Die Karten sagte „reicht locker“  und so gingen wir kurz vor der letzten Möglichkeit an Luv an der Narwall vorbei und blieben auf dem recht flotten Kurs. Bis das andere Boot merkte was wir vorhaben war es für sie zu spät den Kurs sinnvoll zu ändern. Wir zogen mit sehr großem Abstand  über das Ziel und konnten die ursprüngliche Ansage „Ihr stellt das Bier bereit“ mit einem herzlichen „Wir trinken Wein“ beantworten.

Regatta im Wattenmeer

Naja, nicht ganz. Es geht von Enkhuizen nach Marken. Start ist 13 Uhr zwischen Tonne KG 37/18. Klare Ansage, nach KVR und haltet die Startlinie, die ja gleichzeitig noch Wasserstraße ist frei.

Wind aus Süd, drehend auf Süd West. Die Taktik steht. Nach dem Start Wende und raus in 40 Grad zur Layline um den ersten Schlag möglichst lange zu halten um einen ordentlichen Trimm zu bekommen.

Ansage

Wir und fast alle Boote halten sich an die Anweisungen. Nur die Narwal mit Törn Chef Alex an Bord meint im Fahrwasser zwischen zwei Tonnen herumzudümpeln. Unser Timer hätte uns bei max + 10 sec auf der Startlinie gesehen und wir wären bei der Peilung ca. 80 Meter davor auf Steuerbord Bug hinter der Narwall durch. Nach KVR war sie ja kurshaltepflichtig. Sie hat sich nicht dran gehalten, hat ihren Kurs geändert und so gabs ein wenig Spannung auf der Linie. Irgendwer hat dann noch „Wenden“ gerufen anstatt abzufallen und unser guter Plan war am Boppes. Noch ne Wende und nach der Startlinie noch eine und mit 4 Minuten plus sind wir am Start. Egal, es geht um nix.

Ich kümmere mich um den Segeltrimm und den Kurs. Michael am Ruder. Die Regatta hat Spaß gemacht aber zum Ende hin konnte ich nicht anders und habe um das Ruder gebeten. Böen nutzen, Beschleunigungskurven. Der Abstand verringert sich, aber die sind bereits viel zu weit weg. Über der Ziellinie kehrt gemacht und mit allen anderen nochmal den letzten abgeholt und unter Regatta übers Ziel. Die Stern war hier deutlich nicht einzuholen. Leichte Spiele mit den immer wiederkehrenden Böen muss man eben ausnutze. Jeden Windhauch mit dem Ruder bedienen. Aber geht ja um nix. Allerdings hatte die Stern auch eine Schokoladenseite. Der Trimm des Bootes ist nicht ausgeglichen. Auf Steuerbordbug schneller als auf der anderen Backe. Dazu kam der Wind leider 180 Grad verkehrt *lol*

Der letzte Abend im wunderschönen Marken war feucht fröhlich was den darauf folgenden Morgen etwas unangenehmer macht. Leider sind die Toiletten in Marken am Morgen nicht geöffnet.

Die kurze Strecke zurück in den Heimathafen wird nochmal spannend als das Lot 1.60 anzeigt und wir bei Vollgas recht wenig Fahrt machen. Voll durch den Schlamm gepflügt.

Anlegen. Fertig! Adieu Wattenmeer!

Alles in allem wars ein sehr schöner Törn mit irgendwie allem. Ich würde das alleine nicht wieder machen und mich lieber Mit „eigener“ Crew einer Flotille anschließen. Die Yacht bzw. Alex von der Yacht und natürlich Vincent haben einen sehr guten Job gemacht. Der Zustand der Waterland Dehler 38 war nicht perfekt. Ein teildefekter Plotter war definitiv nicht gut. Aber alles in allem ein tolles Segelboot!

Als Verbesserungsvorschlag hab ich nur, den Crews vorher Bescheid geben, dass innerhalb der Inseln ATIS Funk zu wählen ist. Ein kurzer Funkcheck zwischen allen Booten inklusive. Ansonsten coole Boote mit klasse Laminatbesegelung.

Amsterdam

Nach dem Törn ging es nach Amsterdam. Wir haben ein Hausboot bei Bedbreakfastboat.com gemietet. Auf den Bildern super schnukelig und in real genauso schön. Gut gelegen und ganz kurz vor perfekt. Ein wenig laut bei offenen Fenstern aber sonst an alles ist gedacht. Zwei nette Enten die uns beim Frühstück zuschauen und lauern, dass wir unsere Brötchen nicht ganz schaffen.

Zu Amsterdam ist schon viel geschrieben worden. Chaotisch und trotz Ende September Unmengen an Touristen. Trotzdem alles ist so wie über Amsterdam geschrieben wird.

Und zum Abschluss meines Blogs noch eine Galerie mit weiteren Bildern.

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Make 25 Kompass

Kompass für Linguini – MAke 25

Make 25 KompassOhne Kompass geht nix! Ich hab zwar nen Fluxgate aber sich ausschließlich auf GPS und Batteriebetrieb verlassen? Spätestens, wenn wir das tyrrhenisches Meer unsicher machen brauchen wir einen. Und was gibts emotionaleres als einen Kompass.

Das Modell, ein Plastimo Contest Mini. Der Einbau ist solala. Plastikschrauben sind nur für die großen Löcher mit bei, doof das. Also böse Metall Schrauben. Bin auf die Abweichung zum GPS gespannt.

Schönes Rot, sticht raus.

Warum Backbord? Steuerbord werde ich vielleicht irgendwann einen Plotter einsetzten. Dort ist der kürzeste Weg zur Navigationselektrik. Strom bekommt die Kompassbeleuchtung erstmal nicht. Wenn ich das wirklich mal brauche….. Kabel liegt zwischen Außen- und Innenschale.

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Make 25 – Ene mene Miste im See liegt ne coole Kiste!

Make 25 – Sie schwimmt!

Viele kleine Fehler die man eben beim ersten Mal macht (oder auch nicht) aber am Ende war beim aufriggen unserer Make 25 alles gut. Leider konnten wir erst heute am Sonntag kranen und haben den gesamten Tag gebraucht um Linguini zu riggen.

Früh morgens. Erst mal auf dem Trailer und die Make 25 Linguini fürs Kranen vorbereitet.

 

MAke 25

Sie schwebt!

 

MAke 25

Gaaaaaanz kurz vor dem „Eintauchen“!

 

Make 25

Igitt Wasser! Schaut das Teil nicht endgeil aus? Die Make 25 war eine gute Wahl.

 

MAke 25

Vollkontakt!

 

Und nun ging es an den Mastkran. Ich kann berichten das die ausgewählte Variante den Mast zu heben sehr gut funktioniert hat. Vielleicht noch etwas höher ansetzen und aber vor allem den Mast gegen in sich verwinden absichern. 3 Hände sind notwendig. Zum Glück kam Gerald noch und ist uns zur Hand gegangen. Nur zu zweit – no way!

Und dann!

Make 25

Ich hatte gleich 3!!! (in Worten DREI) Fallen vertüddelt! Und zwar richtig. Ich hab viel Wert auf alles andere gelegt aber nicht drauf geachtet, daß ich beim Montieren der Salinge die Fallen nicht vorne oder hinten geführt habe. Ich bin schwindelfrei und so machte ich Bekanntschaft mit 10 Meter Höhe des Mastkrans. Easy! Muss demnächst eh nochmal hoch weil ich die Windex für die Make 25 vergessen habe 🙁

Auf jeden Fall hat das ordentlich Zeit gekostet. Aber hey, Erfahrungen machen das Leben aus!

Am Ende dann Puuuuuh! Alles gut!

Bis alle Fallen und Schoten in ihrer richtigen Position und korrekt umgelenkt waren verging noch einige Zeit. Segel setzen, Genua auftüddeln und viele Kleinigkeiten und nicht so kleine Keiten 🙂

 

Meine Frau hatte natürlich hier und da eine andere Meinung 🙂

Aber alles cool gelaufen. Meine internen atomaren Reaktionen hab ich für mich behalten, war ja auch selber schuld 🙂 Jetzt braucht es noch vielleicht 2-3 Stunden um alles top einzustellen und zu verstehen warum was so oder so ist. Auf jeden Fall ist alles was uns vorneweg Kopf Zerbrechen bereitet hat am Ende gut.

Richtig gut!

 

Die Überfahrt der Make 25

Leinen los und der Diesel ähm der E-Drive legt los. WOW! Die Beschleunigung ist im Vergleich zum vorherigen Quirl schon ziemlich eindrucksvoll. Ich gebe Strom und prüfe nach 10 Minuten und ca. 70% Last ob alles dicht ist, die Manschette ist kalt (perfekt) und vor allem der Motor dreht mit einem schönen Sound!

Strom (Gas) geben. Spitze 5.6 Knoten SOG bei 100% Supi!

Mehrere Aufstopper Tests und Rückwärts Fahrtests – saugeil! Absolut stark!

Ich lege an – gekonnt! 🙂 Alles gut!

Und hier ist das überhaupt beste Bild! Unser „altes“ Boot die Wilde Ente hießt nun Wilde Emma. Ist ebenfalls am Großen Brombachsee und Yvonne und Dirk sind heute bis in die Abendstunden gesegelt. Ich glaube sie haben sich in die „Ente“ und den Brombachsee verliebt. Das war der Plan! 🙂

Etap 21i Make 25

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