Die Mast Odyssee will nicht enden!

So kurz davor und dann…

Wir starteten Samstag an den See. Alles gut vorbereitet, Leinen gerichtet. Alles um nach dem Kranen den Mast ratzfatz zu stellen und am Besten direkt vom Mastkran lossegeln.

Bei 2 Grad kamen wir am See an. A….kalt und ein paar Boote sind noch vor uns dran. Der warme Tee war genau richtig bis wir endlich Linguini am Kran in Richtung Wasser schweben sahen.

Im Wasser angekommen gleich alles fürs Maststellen vorbereitet und den Kollegen vor uns gehuldigt :-).

Erstmal musste ich wieder überlegen wie das mit der Mastschlaufe nochmal ging und ich musste echt ins Smartphone schauen um auf Linguini.eu meinen Blog zum Maststellen suchen. Genau für sowas ist so nen Blog doch ideal. Ok, gefunden und wie Schuppen von den Augen …..

Wir hatten die Oberwanten bereits am Boot eingehängt da es doch gut Wind gab und so das Verdrehen besser kontrolliert werden kann. Kurbel, kurbel, kurbel und der Mast wäre fast oben. Die Oberwanten spanen aber der Mastfuß geht nicht übers Deck. Mist, ich dachte noch, bisher haben wir die Wanten nie eingehängt. Vielleicht ist das ein blöder Winkel….. also Mast etwas runter und die Wanten ausgehängt. Mast wieder hoch, auf das Mastpodest gestellt und ab an die Wanten.

Plan & Tat

Länge zählt!

Warum auch immer passen die alten Wanten am neuen Mast nicht mehr. Der Auftrag 1:1 nachzubauen scheint schief gelaufen zu sein. Also richtig schief. Mit dem fehlenden Mastaustritt habe ich mich ja bereits arrangiert. Aber das…… mein Puls tanzte Punta und nach mehreren Versuchen mit Toggles usw. zu verlängern, gaben wir auf.

Dokumentiert, Mast wieder runter und erst einmal tief durchatmen. Telefon und die Nummer des Mastbauers wählen. Ich musste mich sehr zurückhalten, habe ihm aber unmittelbar klar gemacht, er hat jetzt eine Chance und muss selber aktiv reagieren. Er schlug vor am kommenden Tag vom Bodensee hoch zu fahren. Gut, machen wir so.

The day after

Heute früh wieder auf den Weg gemacht und im Baumarkt noch etwas Plane gekauft um dann ohne Mast, wir gingen davon aus das er den Mast mitnehmen wird, etwas Schutz zu haben. Die Persenning geht ohne angeschlagenen Baum nebst Mast nicht drauf.

Um kurz vor 11 waren wir mit dem Boot am Kran, Mastbauer kam ebenfalls um diese Zeit. Das letzte Boot vor uns stellte sich genauso blöd an wie wir beim ersten Mal selber Mast stellen. Nein, noch viel ….. aber immer nen coolen Spruch. Wichtig!

Ab unter den Mastkran, Schlinge an den Mast und nach oben damit. Nach vielen Versuchen und hin und her war klar, die unteren Salinge waren zu hoch montiert worden. So um die 4-5 Zentimeter. Sieht man daran, dass die unteren Wanten zwischen zweiter und erster Saling schlabberten. Also nicht der Mast zu lang (Annahme) sondern sich wahrscheinlich einfach beim Saling Abstand vermessen. Das kann vorkommen, logo.

Mast Windschief

Aber kann es vorkommen, dass man die Aufnahme des Windmessers so anbaut? Um ca. 7 Grad schief. Segler Kollege sagte „der war sicher besoffen beim Bohren“. Stille Zustimmung!

Dann noch das Antennenkabel….. da kann nun der Mastbauer nichts dafür. Ist ein fertig konfektioniertes gewesen das ich mit der Glonass Antenne gekauft habe. Einmal dran gedreht und …

Schlecht angecrimpt aber noch viel übler die Schirmung bearbeitet. Ein paar wenige Drähtchen sollen den Kontakt liefern. Ok, Stecker mach ich auch unten einen neuen hin.

Ja und so haben wir den Mast dann auf Mastbauers Wägelchen geladen, Linguini ohne Mast geparkt und das Wochenende ohne Segeln beendet.

Eine gute Nachricht gab es aber auch. Die neue Schraube liefert spürbar bessere Leistung beim Aufstoppen und bei SOG einen ganzen Knoten mehr Fahrt. Das hat sich gelohnt.

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